Pferde-Poesie
 
 
 
 
 
 
 
Der Ausdruck ihrer Augen ist der einer liebenden Frau,
Der Gang der eines schönen Weibes,
Die Brust die eines Löwen,
Ihre Flanken die einer Gazelle,
Sie sind die Trinker des Windes,
Ihre Nüstern sind geöffnet wie die Blütenblätter einer Rose,
Ihr Fell ist wie ein Spiegel,
Ihr Fell ist so dicht wie Federn auf Adlers Schwingen,
Ihre Hufe sind so hart wie Stein, von dem man Feuer zu schlagen vermag,
Sie sind sanft wie ein Lamm,
 
Jedoch wie ein Panther im Zorn werden sie geschlagen oder gereizt"
 
(Aus dem Koran)
 
 
 
 
 
..Gott hat den Menschen aus Erde gemacht -
das Pferd aber,
schuf er aus Wind...
(arabisches Sprichwort)
 
 
 
 
Für jedes Gerstenkorn,
das Du einem asilen Pferd fütterst,
wird Dir im Himmel eine Sünde vergeben
(Zitat Mohammed)
 
 
 
Der Mensch hat nicht das Recht,
über Tiere zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt,
die älter und vollständiger war als unsere jetzt,
ihre Erscheinung ist besser und vollständiger,
sie haben Eigenschaften,
die wir verloren oder nie erreicht haben...
Sie sind keine Untertanen;
sie gehören einer anderen Nation an -
und sind nur durch Zufall mit uns zugleich
ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und
Plage zugleich für die Erde sind.
(Henry Beston)
 
 
Islandpferde
Da stehen sie, Denkmälern gleich
mit dem Rücken zum Wind
stumm und doch vielsagend
unbewegt und doch bewegend ausdrucksvoll
so trotzen sie der klirrenden Kälte
Eiszapfen schmücken ihre zerzausten Mähnen
Schneeflocken fallen weich auf den winterlichen Pelz
und der Wind erzählt von ihren Sehnsüchten>
so harmonieren sie mit der Natur.
(D. Hege-Treskattis)
 
 
Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat,
so ist es die,
daß er sich das Pferd
zum Freunde gewonnen hat.
(Conte de Buffon)
 
 
So viele Körner Gerste du deinem Pferd gibst,
so viele Sünden seien dir vergeben.
(Mohammed, der Prophet)
 
 
Der Mensch als König des Weltalls glaubt,
das Pferd sei für ihn geschaffen worden.
Aber das Pferd könnte manchen Einwand dagegen vorbringen.
(unbekannt)
 
 
Reiten: das Zwiegespräch zweier Körper und zweier Seelen, das dahin zielt,
den vollkommenen Einklang zwischen ihnen herzustellen.
(Waldemar Seunig)
 
 
Pferde:
Einem jeden, der sie reitet,
naht sein Glücksstern sich im Raum.
Leid verweht, das Leben gleitet
leicht dahin - ein schöner Traum
(Páll Ólafsson)
 
 
Glas zerschellt, und Wein wird knapp,
Freunde auch versagen -
Eldir wird im sichern Trab
mich alle Wege tragen.
Es schlagen oft gar tiefe Wunden
die Krallen unsrer Welt.
Seit ich dieses Pferd gefunden,
mein Leben Freud’ enthält.
(aus Island)
 
 
Wer nie im Morgentau auf leichtbehuftem Pferde die Welt durchstreift,
weiß nichts um des Lebens höchstes Glück
(unbekannt)
 
 
Pferde haben immer sehr viel mehr kapiert,
als sie sich anmerken ließen
(Douglas Adams)
 
 
Das mir mein Pferd das liebste sei,
sagst du oh Mensch, sei Sünde.
Das Pferd blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
(unbekannt)
 
 
Das größte Glück der Erde,
liegt auf dem Rücken der Pferde.
(unbekannt)
 
 
Das größte Glück der Pferde,
ist der Reiter auf der Erde.
(unbekannt)
 
 
"Macht Euch die Tiere untertan!" Sind's wirklich Gottes Worte?
Gott nimmt sich aller Tiere an und führt sie durch die Pforte!
(unbekannt)
 
 
Als der Erschaffende das Pferd erschaffen wollte, sagte er zum Winde:
"Von dir will ich ein Wesen gebaeren, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen.
Dieses Wesen soll geliebt sein von allen meinen Sklaven,
es soll aber gefürchtet sein von allen, die meinen Geboten
zuwiderhandeln."
Und er schuf das Pferd und rief ihm zu:
"Dich habe ich erschaffen ohnegleichen.
Alle Schätze der Erde ruhen zwischen deinen Augen.
Meine Feinde sollst du treten unter deine Hufe,
meine Freunde aber sollst du tragen auf deinem Rücken,
dieser soll zugleich Sitz sein, von dem Gebete zu mir aufsteigen.
Auf der ganzen Erde sollst du glücklich sein und vorgezogen allen
Geschoepfen dieser Erde,
denn dir gehört die Liebe des Herrn der Schöpfung.
DU SOLLST FLIEGEN OHNE FLUEGEL,
DU SOLLST SIEGEN OHNE SCHWERT."
(Mohammed
 
 
Mein Pferd und meine Frau starben am gleichen Tag.
Meiner Frau möge Gott gnädig sein, meinem Pferd trauere ich nach.
(unbekannt)
 
 
"Wo in der weiten Welt ist Adel ohne Hochmut?
Wo die Freundschaft ohne Mißgunst?
Wo die Schönheit ohne Eitelkeit?
Hier, wo Anmut sich paart mit der Kraft und die Stärke gebändigt wird durch Sanftmut."
(Aus "Das Königreich des Pferdes")
 
 
Mein Pony kommt,
aus Island her,
aus dem rauhen Land,
weit über dem Meer.
Mein Pony ist,
mein bester Freund,
ich hab es lieb,
es gehört zu mir.
Die Gangart Tölt,
ist wunderschön,
und außerdem,
noch sehr bequem.
Wir reiten durch,
den tiefen Wald,
ob im Sommer warm,
ob im Winter kalt.
Wir machen Rast,
am Waldesrand,
mein Pony liegt,
im warmen Sand.
(Reiterlied)
 
 
 
Sage nicht:" Dies ist mein Pferd "
Sage: " Dies ist mein Sohn"
(altes arabisches Sprichwort)
 
 
Ein feuriges Pferd liebt die Flucht.
Ein wilder Reiter den Kampf.
Was tun?
Das Pferd gibt als der Klügere nach und kämpft bis zum Letzten.
Es verlässt seinen Herrn nicht.
Hört, nehmt euch ein Beispiel!
Pflicht und Treue soll das Wichtigste sein in eurem Leben.
(unbekannt)
 
 
Männer und Pferde, beide sind teuer,
doch wähle die Pferde, denn Pferde sind treuer!
(unbekannt)
 
 
Ein Pferd ohne Reiter ist noch immer ein Pferd
- doch ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch
(unbekannt)
 
 
Reiten ist Wille ins Weite
ins Unendliche
wenn deine Seele
eins mit der Kraft deines Pferdes
etwas anderes
als die Unendlichkeit vor sich sieht
so begreift sie die Fülle
der Geheimnisse nicht.
(Rudolf Binding)
 
 
Allah nahm eine handvoll Südwind und erschuf damit das Pferd.
Das Pferd, aber wollt nicht zu Fleisch werden und es wollte auch nicht dem Menschen dienen.
Da versprach Allah, dass das Pferd nach seinem Tode wieder zu Wind werden und fortan in ewiger Freiheit leben würde.
 
... Und Allah hat sein Versprechen gehalten.
(unbekannt)
 
 
 
Wenn der Wind weht
und sich nach Norden dreht,
dann streicht er durch die Mähne
des Pferdes
und dann werde es
wunderschön sein,
so klar und rein,
so schwarz wie die Nacht.
Und wenn alles schläft es zum neuem Leben erwacht.
Doch es wird keiner sehen,
denn der Wind wird alle Spuren verwehen.
(unbekannt)
 
 
 
Des Pferde Angesicht ist schön
und klug,
es lauscht den Steinen,
hört den Blätterflug.
Es kennt die Tiere,
deren Schreie fallen,
im altem Wald,
beim Lied der Nachtigallen.
(unbekannt)
 
 
Wir wollen dafür Sorge tragen,
daß wir das Jungpferd nicht verdrießen,
und ihm seine freundliche Anmut
nicht vertreiben -
 
denn diese gleicht dem Blütenduft,
der niemals wiederkehrt
wenn er einmal verflogen ist.
(Antoine de Pluvinel um 1600)
 
 
Umgeben von Elementen,
die danach trachteten, ihn zu zerstören,
wäre der Mensch ein Sklave geblieben,
hätte das Pferd ihn nicht zum König gemacht.
(unbekannt)
 
 
Gebet eines Pferdes
Ich bin nur ein Pferd, oh Herr, doch brav bin ich und treu
und willens, mein bestes zu geben für etwas Hafer und Heu.
Dazu noch frisches Wasser und ein trockenes Bett, um zu ruhn
mehr ist es nicht, was ich brauche, dafür will ich alles tun,
um dich zufrieden zu stellen. Doch reit mich mit sanfter Hand,
auch wenn ich nicht gleich begreife -hab` nur einen Pferdeverstand.
Du bist mein Herr und Meister, vom Schicksal für mich erwählt,
drum schenk mir ein gnädiges Ende, wenn meine Tage gezählt.
Wenn ich alt und schwach geworden, dann lass mich sterben dort,
wo man sicher und schmerzlos mich tötet, und nicht an fremden Ort.
bin allzeit ein Freund dir gewesen und hab dir treulich gedient,
drum sollst du als Freund mich behandeln, der ein würdiges Ende verdient.
Ich bitte im Namen des Heilands, ohne den kein Sperling fällt,
der, geboren in einem Stalle, uns alle liebt und erhält.
 
 
Gebet eines Pferdes"
 
Gib' mir zu fressen,
gib' mir zu trinken
und sorg' für mich,
und wenn des Tages Arbeit getan ist,
gib' mir ein Obdach
ein sauberes Lager
und einen nicht zu kleinen Platz im Stall.
 
Rede mit mir,
denn oft ersetzt mir Deine Stimme die Zügel;
sei gut zu mir
und ich werde Dir noch freudiger dienen
und Dich gern' haben.
 
Reiß' nicht an den Zügeln;
Greif' nicht zur Peitsche,
wenn es aufwärts geht;
schlage und stoße mich nicht,
wenn ich Dich nicht verstehe,
sondern gib' mir Zeit
Dich zu verstehen.
 
Halte mich nicht für ungehorsam,
wenn ich Deinen Willen nicht erfülle:
vielleicht sind Sattelzeug
und Hufe nicht in Ordnung.
 
Prüfe meine Zähne,
wenn ich nicht fressen mag,
- vielleicht tut mir ein Zahn weh.
Du weißt wie das schmerzt.
 
Halftere mich nicht zu kurz
und kupiere nicht meinen Schweif,
er ist meine einzige Waffe
gegen Fliegen und Moskitos.
 
Und wenn es zu Ende geht,
geliebter Herr,
wenn ich Dir nicht mehr zu nützen vermag,
lasse mich bitte nicht hungern und frieren
und verkaufe mich nicht.
 
Gib' mich nicht einem fremden Herrn,
der mich langsam zu Tode quält
und mich verhungern lässt,
sondern sei' so gütig
und bereite mir einen schnellen
und barmherzigen Tod
und Gott wird es Dir lohnen,
hier und in Ewigkeit.
 
Lasse mich dies von Dir erbitten
und glaube nicht,
dass mir an Ehrfurcht gebricht,
wenn ich es in seinem Namen tue,
der in einem Stall geboren ist...
 
Amen.
(unbekannt)
 
 
Bitte eines Pferdes
An dich, mein Gebieter, richte ich meine Bitte:
Füttere mich, tränke mich und sorge für mich und wenn die Tagesarbeit geleistet ist,
gib mir Obdach, saubere, trockene Streu und einen Stand,
weit genug für mich, um bequem liegen zu können.
Deine Stimme bedeutet mir oft mehr als der Zügel.
Liebkose mich manchmal und klopfe mir den Hals,
damit ich dir mit mehr Freude diene und lerne, dich zu lieben.
Zerre nicht an den Zügeln und gebrauche nicht die Peitsche.
Schlage und trete mich nicht, wenn ich nicht gleich begreife, was du verlangst.
Gib mir statt dessen die Möglichkeit, dich zu verstehen. Verlange nicht,
dass ich über meine Kräfte angestrengt werde oder viel zu hohe Hindernisse springen muß.
Beobachte mich, wenn es mir nicht gelingt, zu tun, was du verlangst.
Sieh nach, ob vielleicht an der Zäumung etwas fehlt oder meine Hufe nicht in Ordnung sind.
Verschaffe mir bequem sitzendes Ledergeschirr und Zügel,
sodass ich gut und ohne Schaden für dich arbeiten kann.
Sieh nach meinen Zähnen, wenn ich Futter verweigere. Ich könnte einen eiternden Zahn haben,
was sehr schmerzhaft ist. Sorge dafür, dass sich ein ordentlicher Hufpfleger um meine Hufe kümmert
und dass meine Hufschuhe passen. Putze mich, wenn es notwendig ist und halte auch meinen Stall sauber.
Berücksichtige, dass ich viel lieber auf der Weide als in der Box stehe.
Aber noch wichtiger sind für mich meine Artgenossen. Einen Freund,
den brauch ich unbedingt zum Fell kraulen, spielen, streiten.
Bedenke, dass auch ich müde werde bei einer langen Reise im Pferdetransporter.
Und zuletzt, o mein Gebieter, wenn meine Kräfte nachlassen und ich dir nicht mehr nützlich sein kann,
lass mich nicht ohne Pflege auf der Weide dahinleben, frierend oder unter der Hitze leidend.
Verkaufe mich nicht an Fremde sondern sei gütig, mein Gebieter,
und nimm du dann selbst mein Leben, schmerzlos und schnell, und dein Gott wird es dir lohnen immerdar.
Glaube nicht, dass dies eine respektlose Bitte ist. Ich bitte dies alles im Namen dessen,
der in einer Krippe geboren ist.
(unbekannt)
 
 
Wer einen Tag lang glücklich sein will,
der betrinke sich.
Wer eine Woche lang glücklich sein will,
der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer einen Monat lang glücklich sein will,
der heirate.
Wer sein Leben lang glücklich sein will,
der werde Reiter!
(altchinesische Weißheit)
 
 
Berg auf treib mich nicht,
Berg ab reit mich nicht,
und in der Ebene des Stalles VERGISS mich NICHT!
(Volksmund
 
 
Hoffnung
 
Im leichten Sitz galoppiere ich
Und mir fehlen die Worte.
Mein Pferd ist ganz weiß
Und sein Gang ist so weich und edel,
Als tröge mich eine Feder.
Ich fühle mich wie ein schwebender Engel und gehe auf Wolken.
Ich kann es noch gar nicht fassen,
Mein eigenes Pferd und ich
Und wir galoppieren wohin wir wollen.
Seine Mähne fliegt im Wind.
Wir sehen Rehe und Hasen.
Ich habe sie schon oft gesehen,
Doch dieses Mal ist es anders
Sie laufen nicht weg,
Nein, sie bleiben stehen,
Um mich und mein Pferd zu sehen,
Sie haben keine Angst.
Es ist wie im Märchen,
Wie Magie.
 
Doch dann wache ich plötzlich auf
Und ich gehe nach draußen,
Um nach meinem Pferd zu sehen,
Meinem weißen Pferd.
Aber es ist nicht da.
Ich stehe vor einem leeren Gebäude.
Nur Kartoffeln lagern hier
Nicht mal Koppeln gibt es hier
Und ich frage mich,
Ob es überhaupt existiert,
Mein weißes Pferd.
In mir ruht immer noch die Hoffnung.
Doch wenn es nicht existiert auf dieser Erde,
So bleibt mir immer noch mein Traum
Und plötzlich bin ich wieder bei meinem Pferd,
Aber dieses Mal weiß ich,
Es ist nur ein Traum,
Doch es ist mir egal,
Ich bin glücklich
Und mein weißes Pferd auch
(unbekannt)
 
Ein echter Pferdefreund zu sein,
Gilt heutzutage nicht als fein.
Ein Pferd soll auf Turnieren siegen,
wozu soll es noch liebe kriegen-
das finden viele lächerlich.
Gut, dass dein Pferd weiß:
Es gibt dich!
(unbekannt)
 
 
Wenn man als Pferd geboren ist,
macht man - naturbedingt - auch Mist.
Den Pferden nimmt das niemand krumm,
uns Menschen schon, es ist zu dumm!
(unbekannt)
 
 
Findest du dein großes Glück
ganz woanders auf der Erde,
denk trotzdem mal an uns zurück
- an den Stall und an die Pferde!
(unbekannt)
 
 
Hast du einmal Grund zum Weinen, geh´ sofort zum Pferdestall,
deine Freunde auf vier Beinen helfen dir auf jeden Fall.
(unbekannt)
 
 
Will dir mal im Leben scheinen,
daß du zu nichts nutze bist,-
deine Freunde auf vier Beinen
mögen dich, so wie du bist.
(unbekannt)
 
 
Hast du Kummer oder Sorgen,
denke nicht an übermorgen,
Küsse Rappe oder Schimmel,
schon bist du im siebten Himmel!
(unbekannt)
 
 
Wenn dein Pferd könnte, wie es wollte
und nicht im Stall nur bleiben sollte-
es holte dich im flotten Trab
ganz sicher von der Arbeit ab!
(unbekannt
 
 
Ein Pferd im Poesiealbum?
Das geht nicht rein- es ist zu dumm!
Es klappt mit Tücke nicht mit List,
zu mächtig ist sein Wiederrist.
Bevor wir alle uns verheben,
kriegst du eins aus Papier- zum kleben!
(unbekannt)
 
 
Wenn du einen Freund vermißt,
der dich mag, so wie du bist,
denke nie ans arbeiten,
nimm dein Pferd und gehe reiten!
(unbekannt)
 
 
Gebet eines Ponys
 
Mit meinem ganzen Ponyherzen
bitt' zum Ponyhimmel ich:
Gib mir schnelle, starke Beine
mein Reiter ich tu's nur für dich.
Schicke Kraft in meinen Rücken
rennen, tragen, ziehen will ich,
mein Reiter ich tu's nur für dich.
Liebe und Vertrauen soll' es geben
zwischen mir und dir,
dafür dank' ich mit meinem ganzen Ponyherzen dir.
(unbekannt)
 
 
Geliebt zu werden von einem
Pferd oder
von einem anderen Tier
sollte uns mit Ehrfurcht
erfüllen - denn
verdient
haben wir es
nicht.
(Marion C. Garetty 1917)
 
 
Dort,
wo die Pferde am meisten gedrückt werden,
ist die Reitkunst am wenigsten Zuhause!
(unbekannt)
 
 
Das Pferd
 
Anmut und Stärke
gepaart mit Magie
 
 
 
Man kann ein Pferd zum Wasser führen
aber man kann es nicht zum Trinken zwingen.
 
 
 
Mit Angst in den treuen Augen
 
Auch ein Pferd hat ein Recht
 
Wo wäre der Mensch den geblieben
hätte er nicht zum Freunde das Pferd
Es hilft dir schon tausend Jahre
kennst überhaupt seinen Wert?
 
Es trug dich geduldig durch Berge,
zog den Wagen und pflügte das Tal,
im Krieg half es mutig dir siegen,
wie oft litt es Schmerz und Qual?
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und Ruhe, wie du,
drum dank ihm die Treue
lass ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
denn sie stehen ihm zu.
 
Doch wehe, wenn krank es geworden
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
dann wird es verkauft und verlassen,
das Pferd, das er Freund so oft nennt.
Dann steht es zusammengetrieben,
verlassen in Markthalle 8
sucht vergebens sein neues Zuhause
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
 
Mit Angst in den so treuen Augen,
beim letzten Weg voller Qual,
blickt suchend nach dir in der Runde
und wiehert dir zu ein letztes Mal.
 
 
 
Florentiner Ritt
 
Im Puls der Angesprochenen liegt
So manch' geweinte Träne
Doch wen des Hengstes Herren trügt,
den lachend ich erwähne
Wer nie gesehn wie Stuten gleich
der Toscana Windhauch Streich
Durch des Schimmels wilde Mähne
Wie ein Gespräch - Florenz gemäch.
Der Weltenraum.
Das Füllen schweigt,
das Köpfchen neigt.
Im Stechgalopp - Sie sind ein Traum!
(Peter Dumont (geb. 1872))
 
Pa-da-bam
 
-das ist ein Ausschnitt aus
einer Kette
von Dreitakten.
 
PA-DA-BAM
das ist ein Walzer,
bei dem der Akzent
auf der DREI liegt:
eins-zwei-DREI - eins-zwei-DREI
eins-zwei-DREI
 
PA-DA-BAM - PA-DA-BAM -
PA-DA-BAM
-das ist ein Rhytmus
und Melodie,
das ist Bewegung und
Freude und schwingendes,
schwungvolles Vorwärtsstreben
 
PA-DA-BAM
-das ist Wind im Gesicht
und Blick über
zwei gespitzte Pferdeohren
in die Welt
 
 
 
und darunter der rhytmische
Dreitakt des Hufschlags.
 
PA-DA-BAM
-das ist Glückseligkeit
und das Ziel
aller Wünsche
 
PA-DA-BAM - das ist Galopp!
(unbekannt
 
 
Wer reitet um sich fortzubewegen,
wer reite, um sich körperliche Bewegung zu machen,
wer reitet, um einen Sport zu treiben - und es könnte auch ein anderer sein-,
weiss nichts von der Gewalt der Gänge,
weiss nichts von ihrer Magie,
weiss nichts von ihrem Geheimnis.
(Rudolf Binding)
 
 
Ein Tänzer, der mit Peitsche und Stachel zum Umherspringen gezwungen wird,
ist auch nicht schöner als ein Pferd das gleichermassen behandelt wird
(Xenophon)
 
 
Als Gott das Pferd erschaffen hat,
sprach er zu dem herrlichen Geschöpf :
"Dich habe ich gemacht ohne gleichen.
Alle Schätze der Erde liegen zwischen
deinen Augen."
 
 
Der Reiter auf dem Pferd ist eine Zeitlang König,
ohne Krone besitzt er Länder und Kontinente
(unbekannt)
 
 
Und in der Tat
ein Pferd, das sich stolz trägt,
ist etwas so Schönes,
Bewunderns- und Staunenswürdiges,
dass es aller Zuschauer Augen
auf sich zieht.
Keiner wird müde, es
anzuschauen, solange es sich
in seiner Pracht zeigt
(Xenophon)
 
 
Gabst du dem Roß die Heldenstärke?
kleidest du mit einer Mähne seinen Hals?
Läßt du wie Heuschrecken es springen?
Furchtbar ist sein stolzes Wiehern.
Es scharrt im Tal und freut sich...
Es spottet der Furcht und kennt keine Angst.
(Aus dem Buch Ijob)
 
 
Junge Pferde
 
Wer die blühenden Wiesen kennt
Und die hingetragene Herde,
Die, das Maul am Winde, rennt:
Junge Pferde! Junge Pferde!
 
Über Gräben, Gräserstoppel
Und entlang den Rotdornhecken
Weht der Trab der scheuen Koppel,
Füchse, Braune, Schimmel, Schecken!
 
Junge Sommermorgen zogen
Weiß davon, sie wieherten.
Wolke warf den Blitz, sie flogen
Voll von Angst hin, galoppierten.
 
Selten graue Nüstern wittern,
Und dann nähern sie und nicken,
Ihre Augensterne zittern
In den engen Menschenblicken.
(Paul Boldt)
 
 
Das Pferd ist dein Spiegel.
Es schmeichelt dir nie.
Es spiegelt dein Temperament.
Es spiegelt auch seine Schwankungen.
 
Ärgere dich nie über ein Pferd;
du könntest dich ebenso wohl
über deinen Spiegel ärgern.
(Rudolph G. Binding)
 
 
Das Fohlen
 
Es sind noch nicht ganz seine
Glieder. Eher ist es umgekehrt :
Das zerbrechlich Quartett der Beine
hat ein winzig kleines Pferd.
 
Mit fest aufgestemmten Hufen
kann man eine Weile stehen:
Zusehen, wie die Wolken gehen,
nach des Windes Wehen und Rufen
lauschend seine Ohren drehen.
 
Einmal werdet ihr es sehen:
pfeilschnell, in gestrecktem Lauf
hügelab und hügelauf,
leichten Hufes wie beim Tanze.
Heute übt es noch das Gehen.
Denn das schwerste ist Balance.
(Christine Koller)
 
 
Der Apfelschimmel
 
Es war einmal ein Schimmel,
der war so weiß, dass man ihn gar nicht sah.
Eines Tages stand dieser Schimmel an einem Apfelbaum
und rieb sich seinen Hals an seinem Stamm.
Der Apfelbaum wurde fast verrückt;
denn er sah niemanden, der an ihm rieb,
und Fühlte doch, dass es so war.
 
Und er begann seinen Verstand zu verlieren
und seine Äpfel dazu.
Der Schimmel aber erschrak so sehr über die
plötzlich herabregnenden Äpfel.
dass er eine Hautkrankheit bekam, welche die Äpfel
nachahmte.
Seitdem gibt es Apfelschimmel.
(Christian Morgenstern)
 
 
Der Reiter
 
Mein Freund an einem Sonntagmorgen
Tät sich ein hübsches Rößlein borgen.
Mit frischem Hemd und frischem Mute,
In blanken Stiefeln, blankem Hute,
Die Haltung stramm und stramm die Hose,
Am Busen eine junge Rose
Wie ein Adonis án zu sehen.
Die Reiter machen viel Vergnügen,
Wenn sie ihr stolzes Roß bestiegen.
 
Nun kommt da unter sanftem Knarren
Ein milchbeladener Eselskarren.
Dass Rößlein, welches sehr erschrocken,
Fängt an zu trappeln und zu bocken.
Und, hopp, das war ein Satz, ein weiter!
Dort rennt das Roß, hier liegt der Reiter,
Entfernt von seinem hohen Sitze,
Platt auf dem Bauche in der Pfütze.
Die Reiter machen viel Vergnügen,
Besonders, wenn sie unten liegen.
(Wilhelm Busch)
 
 
Ritt am Morgen
 
Stolz ritt ich meinen Weg
über Kirschblüten
an einer Kutsche vorbei.
Da hob sich der Vorhang
von zarter Hand bewegt,
und ein Lächeln
wies mir meinen Weg.
(Nach LI Tai Po)
 
 
Lieber alles
 
Soldat sein ist gefährlich,
Studieren sehr beschwerlich,
Das Dichten gar possierlich
In diesen wilden Zeiten.
Ich möcht am liebsten reiten,
Ein gutes Schwert zur Seiten,
Die Laute in der Rechten,
Studentenherz zum Fechten.
Ein wildes Roß ist's Leben,
Die Hufe Funken geben,
Wer's ehrlich wagt, Bezwingt es,
Und wo es tritt, da klingt es!
(Joseph von Eichendorff)
 
 
Ritt im Mondschein
 
Herz zum Herzen ist nicht weit
Unter lichten Sternen,
Und das Aug', von Tau geweiht,
Blickt zu lieben Fernen;
Unterm Hufschlag klingt die Welt,
Und die Himmel schweigen,
Zwischen beiden mir gesellt
Will der Mond sich zeigen.
 
Zeigt sich heut in roter Glut
An dem Erdenrande,
Gleich als ob mit heißem Blut
Er auf Erden lande,
Doch nun flieht er scheu empor,
Glänzt in reinem Lichte,
Und ich scheue mich auch vor
Seinem Angesichte.
(Achim von Arnim)
 
 
Die Dressurarbeit bedeutet für jede Art von Reiterei,
Außer der Rennmäßigen, dasselbe, wie die Grammatik für die Sprache.
(Waldemar Seunig)
 
 
Pferd am Baum
 
Man fährt im Zug vorbei
an Häusern, Bach und Steg,
an einem hellen Weg,
an mancherlei.
 
Ein Pferd steht still am Baum,
Schaut sich die Gräser an.
Denkt es an Löwen zahn?
Steht wie im Traum.
 
Ein Pferd zur Mittagszeit.
Was hat es früh gemacht?
Was tut es in der Nacht?
Und wenn es schneit?
 
Die Welt verändert sich.
Die Bilder zählen kaum.
Das stille Pferd am Baum
bleibt so für mich.
(Gina Ruck-Pauquet)
 
 
Japanischer Holzschnitt
 
Ein rosa Pferd,
Gezäumt und gesattelt-
für wen?
 
Wie nah der Reiter auch sei,
er bleibt verborgen.
 
Komm du für ihn,
tritt in das Bild ein
und ergreif die Zügel!
(Günter Eich)
 
 
Wie man einschlafen kann
 
Dein Kissen ist weiß-blau gewürfelt:
ein Würfel Wolke ein Würfel Himmel
Und wenn du die Augen schließt,
ist es ein Schimmel
 
Und wenn du ihn fest um den Hals fasst
und schmiegst dich an sein Fell
und wartest bis ein Traum kommt-
trägt er dich von der Stell
(Reiner Kunze)
 
 
Freisinn
 
Lasst mich nur auf meinem Sattel gelten!
Bleibt in euren Hütten, euren Zelten!
Und ich reite froh in alle Ferne,
Über meiner Mütze nur die Sterne.
 
Er hat euch die Gestirne gesetzt
Als Leiter zu Land und See,
Damit ihr euch daran ergötzt,
Stets blickend in die Höh.
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
 
Es gibt weder Feindschaft, Neid, Politik
noch Krieg unter Pferden.
Freude tragen sie mit Stolz
und Armut mit Geduld.
Sie dienen den Reichen wie Armen
ohne Unterschied.
Sie leben in jedem Erdteil,
unter allen Völkern
als von Gott dem Menschen geschenkte
Diener und Gefährten.
(Aus dem Buch: "Die Pferde mit der Elchschaufel - Das Schicksal der Trakehner")
 
 
Sagitta - ein ostpreußischer Reitertraum
 
Geerntet sind die Felder,
die Lüfte wie Kristall.
Grün, rot und goldene Wälder
und leiser Blätterfall. -
Das Wiehern junger Pferde
klingt wie Fanfarenlaut.
Streng duftet heut' die Erde
nach herbstlich welkem Kraut.
 
Zu einer Eiche Füßen
ein Reiter einsam ruht.
Seine Gedanken grüßen
das ferne Heimatgut,
grüßen die edlen Pferde,
der Kameraden Zahl,
die in der fremden Erde
schlummern. Es war einmal...
 
Der Reiter legt sich nieder,
sein Herz ist schwer und müd'.
Er summt das Lied der Lieder:
Ostpreußens Reiterlied.
Und wie ein Kind vom Weinen
Schließt er die Augen sacht,
von grün und goldenen Hainen
träumt er und Roter Jagd.
 
Ein fernes Stampfen, Dröhnen
Schwillt an zum Donnerchor,
mit hellen Hörnertönen
bricht's aus dem Wald hervor.
Das Läuten klingt der Meute
wie lauter Jubelruf
wie Trommelwirbel heute
das Feld vom Pferdehuf.
 
In edlem Übermute
Sagitta sprengt voran.
Gold glänzt das Haar der Stute,
es jauchzt der Reitersmann.
Die roten Röcke leuchten
im klaren Sonnenschein,
der Herbst tau perlt im feuchten
Gras wie Champagnerwein.
 
Jetzt der Trakehner Graben
schon blieb er weit zurück,
und bald erreicht sie haben
das graue Koppelrick.-
Das Rick wächst hoch und höher,
dahinter gähnt ein Grab.
Das Feld jagt nah und näher,
die Ersten setzen ab...
 
Sagitta stürmt zum Himmel
zu Sankt Hubertus Schloß,
dicht folget das Getümmel
von Meute, Mann und Roß.
Halali! tönt ganz ferne
und weich ein Hörnerklang
die frühen Abendsterne
die flüstern: Waidmannsdank!
 
Der Reiter hebt vom Schlummer
sich unterm Eichenbaum
Verflogen ist sein Kummer
nach diesem Reitertraum.
Er weiß: sie reiten droben
genau wie auf der Erd',
zu ewigem Ruhm erhoben,
der Reiter und sein Pferd!
(Aus dem Buch: "Die Pferde mit der Elchschaufel - Das Schicksal der Trakehner"; Dem Andenken meines 1945 bei Danzig gefallenen Pferdes - Botho von Berg)
 
 
Es gibt weder Feindschaft, Neid, Politik
noch Krieg unter Pferden.
Freude tragen sie mit Stolz
und Armut mit Geduld.
Sie dienen den Reichen wie Armen
ohne Unterschied.
Sie leben in jedem Erdteil,
unter allen Völkern
als von Gott dem Menschen geschenkte
Diener und Gefährten.
(Aus dem Buch: "Die Pferde mit der Elchschaufel - Das Schicksal der Trakehner")
 
 
Tödliches Vertrauen
 
Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen
ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen
an ihrer Seite.
Zuerst beunruhigten sie
die Schritte im Gras,
Anspannung aller Muskeln,
die sie am Körper besaß.
Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der
ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis
zum Schluß stehen
und sah die Mähnen der angstvoll
galoppierenden Pferde wehen.
Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf
wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen
im letzten Licht
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den
Menschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüßt sie
den Unbekannten,
sich nicht bewußt, dass die anderen
Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel
in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von
ihm überraschen.
Leuchten der Klinge im Mondlicht -
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.
Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung
für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.
Die Sonne geht strahlend auf
am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat
zu verstehen mag.
Stumm steht die Herde
bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie
eine Träne vergossen.
Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue.
(Reiter Revue (Ausgabe 2/2000, Seite 11), geschrieben von Birgit Hartmann)
 
 
Das größte Glück der Pferde
liegt in der Freiheit der Herde.
In der Freude am Laufen
und am Fressen und Saufen.
(unbekannt) eingesandt von Mahlberg
 
 
Reite nur so schnell wie dein Schutzengel fliegen kann.
(unbekannt)
 
 
Unser ganzes Reiterglück
liegt in Mut, in Herz und Blick,
in Gefühl und Verstand,
festem Sitz und leichter Hand.
Habe Sitz und stete Zügel
und mit Fühlung halt den Bügel,
bis es mit dem Mundstück spielt,
Schenkel, Faust und Zügel fühlt,
bis es willig geht und schäumt,
vorwärts ihr gemeinsam träumt!
(unbekannt)
 
 
Vollblut
 
Himmel, was soll mir dein Sonnenwagen,
 
solange noch über die ewige Erde
 
heißblütige Pferde
 
mich und mein wogendes Herz tragen.
(Rudolf G. Binding)
 
 
Fritz
Im Pferdestall da wohnt ein kleines Pony,
es heisst nicht etwa Joggeli oder Rony,
nein, es heisst ganz einfach Fritz.
Er ist ein Teufelsbraten, das ist kein Witz.
Doch so nett er manchmal ist,
er will nicht gestört werden wenn er frisst.
Sein Bauchumfang beträgt etwa einen Meter,
er ist ein kleiner Strubbelpeter.
Doch reiten kann man den Kleinen nicht,
wir wollen ja nicht dass er zusammenbricht.
Trotzdem haben wir ihn den Kleinen ganz, ganz lieb
und geben ihm niemals einen Peitschenhieb.
(Ritaund Julie)
 
 
Vollblut
Dicht geklammert auf rauchende Rücken,
nieder auf die spritzende Mähnen sich bücken,
baden in heißen Fontänen der Nüstern,
nach ihren heißesten Strömen lüstern,
drunten Gewölk und Gewitter der Hufe,
hinten unmächtig zerflatternde Rufe
flehender Winde, zerrissener Stille,
vor mir die Weite, in mir der Wille -
Himmel, was soll mir dein Sonnenwagen,
solange noch über die ewige Erde
heißblütige Pferde
mich und mein wogendes Herz tragen.
(Rudolf G. Binding)
 
 
Sprich mit dem Pferd,
plausche mit ihm wie
mit einem kleinen
Kinde, dann wird
dich das Pferd
verstehen, denn du
wirst darauf achten,
dass deine Gebärden
verständlich seien.
(René Guénon)
 
 
Dulde keine unfreundliche Behandlung
des Pferdes von Seiten anderer, am wenigsten
von seinem Wärter.
(Peter Spohr)
 
 
Hab also acht, Reiter, auf
dich selbst. Ist dein Pferd
stürzig, heftig, ungefügig,
so dürfen wir kläglich die
Behauptung aufstellen,
dir gebricht es an
liebenswürdigem Charakter
und richtiger Methode
(Francois Baucher)
 
 
Stoßgebet eines Pferdes
Oh Herr, so gib mir dann und wann einen Reiter der es richtig kann
 
 
 
Eine Millionen Jahre vor unserer Zeit weideten sie auf weiten leeren Prärien,
begleitet von Stimmen die nur sie hören konnten.
Den Menschen lernten sie kenne als Jäger. Lange bevor er begann sie zur Arbeit einzusetzen hatte er sie ihres Fleisches wegen getötet.
So blieb der Bund mit den Menschen stets zerbrechlich, denn die Furcht, die er in ihren Herzen geweckt hatte saß zu tief.
Seit jenem Moment in der Steinzeit, als dem ersten Pferd ein Halfter angelegt wurde, gab es unter den Menschen einige die um diese Furcht wussten. Sie konnten in die Seelen der Tiere schauen und waren in der Lage ihre Schmerzen zu lindern.
Geheimnisvolle Worte drangen sanft in geschundene Herzen.
Man nannte diese Menschen die Pferdeflüsterer.
(Aus dem Film: Der Pferdeflüsterer))
 
 
!! Zum Nachdenken !!
Laß mich dich lehren.
Wenn du gestreßt bist, laß mich dich relaxen.
Wenn du jähzornig bist, laß mich dich beruhigen.
Wenn du nichts mehr siehst, laß mich dich sehen lassen.
Wenn du leichtsinnig bist, laß mich dich lehren nachzudenken.
Wenn du traurig bist, laß mich dich erheitern.
Wenn du überheblich bist, laß mich dich Respekt lehren.
Wenn du dich vor dir versteckt, laß mich dich lehren, größer zu werden.
Wenn du arrogant bist, laß mich dich Demut lehren.
Wenn du einsam bist, laß mich dich dein Freund sein.
Wenn du müde bist, laß mich die Last tragen.
Wenn du lernen willst, laß mich dich lehren.
Denn ich bin dein Pferd.
(W. Lamm (US)1997)
 
 
Das Auge des Pferdes
sei Spiegel der Seele
es zeige genau
was dem Vierbeiner fehle
behaupten die Klugen
die müssen es wissen
sie forschen ja schließlich
studieren verbissen.
Jedoch: Diese These
ist autodidaktisch;
denn unsere Augen
fungieren sehr praktisch:
Wir sehen im Ganzen,
was immer geschieht,
was hinten, was unten,
von vorne uns blüht.
Wir haben global
dieses Weltall im Blick.
Und ihr, arme Menschheit,
Ihr seht nur ein Stück.
(Ria Fehlau)
 
 
Don't Cry for the Horses
Don't cry for the horses
That life has set free
A million white horses
Forever to be
 
Don't cry for the horses
Now in God's hands
As they dance and they prance
To a heavenly band
 
They were ours as a gift
But never to keep
As they close their eyes
Forever to sleep
 
Their spirits unbound
On silver wings they fly
A million white horses
Against the blue sky
 
Look up into heaven
You'll see them above
The horses we lost
The horses we loved
 
Manes and tails flowing
They Gallop through time
They were never yours
They were never mine
 
Don't cry for the horses
They will be back someday
When our time has come
They will show us the way
 
On silver wings they will lift us
To the warmth of the sun
When our life is over
And eternity has begun
 
We will jump the sun
And dance over the moon
A Ballet of horses and riders
on the winds
to a heavenly tune
 
Do you hear that soft nicker
Close to your ear?
Don't cry for the horses
Love the ones that are here
 
Don't cry for the horses
Lift up your sad eyes
Can't you see them
As they fly by?
 
A million white horses
Free from hunger and pain
Their spirits set free
Until we ride again
(By Brenda Riley-Seymore)
 
 
Die Erde wäre ein Nichts ohne den Menschen,
der Mensch aber wäre nichts ohne das Pferd.
Das Pferd diente stets, ohne Knecht zu sein.
Es kämpfte stets ohne Feindschaft.
Sein Vertrauen ist seine Macht über uns.
Die Geduld ist der Zügel der Freiheit.
Des Pferdes Welt ist Adel ohne Hochmut,
Freundschaft ohne Mißgunst,
Schönheit ohne Eitelkeit.
 
 
 
Glaubt nicht an Koppeln, Ställe, Weiden als die Heimat eurer Pferde -
ihr die ihr Pferde liebt.
Die Weite allein lebt in der Seele, lebt im Auge der Pferde edler und unverkümmerter Art.
Glaubt nicht an das Haustier, weil es Haus und Hof mit euch teilt.
Sein Auge, seine Seele sucht euch nicht.
(Rudolf G. Binding, "Das Heiligtum der Pferde")
 
 
Gebet des Pferdes
 
Geliebter Herr, gib mir zu fressen und zu trinken und
sorge für mich, und wenn des Tages Arbeit getan ist,
gib mir ein Obdach, ein sauberes Lager und einen nicht
zu kleinen Platz im Stall! Rede mit mir, denn oft ersetzt
mir Deine Stimme die Zügel. Sei gut zu mir, und ich
werde dir noch freudiger dienen und Dich gern haben.
Reiße nicht an den Zügeln, greife nicht zur Peitsche,
wenn es aufwärts geht, schlage und stoße mich nicht,
wenn ich Dich missverstehe, sondern gib mir Zeit, Dich
zu verstehen. Halte mich nicht für ungehorsam, wenn
ich deinen Willen nicht gleich erfülle. Und wenn es zu
Ende geht, geliebter Herr, wenn ich Dir nicht mehr
nützen kann, lasse mich bitte nicht hungern und
frieren und verkaufe mich nicht. Gib mir nicht einen
fremden Herrn, der mich langsam zu Tode quält,
sondern sei so gütig, mein Herr und Gebieter, und
bereite mir einen schnellen und barmherzigen Tod,
und Gott wird es Dir lohnen, hier und in Ewigkeit. Lass`
mich dies von Dir erbitten, und glaube nicht, dass es
mir an Ehrfurcht gebricht, wenn ich es in Seinem
Namen tue, der in einem Stall geboren ist.
 
 
 
Goldenes Fohlen,
Abbild der Sonne,
tanzt in den Blumen,
spielst mit dem Wind.
(Lied der Apachen)
 
 
Die Stirnlocke meines Pferdes
gleicht einer Adlerdaune.
Der Schweif meines Pferdes
tanzt wie eine schwarze Wolke.
Die Augen meines Pferdes
sind aus leuchtenden Sternen gemacht.
Sein Zaumzeug ist ein großer Regenbogen,
mit dem lenke ich es sicher und sanft.
(Lied der Oglala Sioux)
 
 
Quäle nie ein Pferd zum Scherz denn es fühlt wie du den Schmerz
 
 
 
Das Pferd heißt Pferd, weil es läuft auf der Erd.
Würde es fliegen in der Luft hieße es Pfluft!
(unbekannt)
 
 
Ein Reiter ohne Pferd,
ist nur ein Mensch.
Ein Pferd ohne Reiter dagegen,
bleibt ein Pferd
(unbekannt)
 
 
Allah nahm eine Hand voll Südwind
hauchte ihm seinen Atem ein und
erschuf das Pferd
(unbekannt)
 
 
Tag für Tag,
trabt mein Pferd,
da spielt der Wind,
in seiner Mähne,
nachts erfrischen uns die Sterne.
(Lied der Zuni-Indianer)
 
 
In den Bergen,
erwartet mich mein Pferd,
sein Wiehern eilt mir voraus,
wach ist sein Auge,
sicher der Tritt seiner Hufe.
(Lied der Zuni-Indianer)
 
 
Tal der Pferde
 
Tal der Pferde,
bis zum Horizont weit,
Die Hufe meines weißen Pferdes,
hinterlassen keine Spuren,
aber sein Wiehern klingt hell,
unter ziehenden Wolken.
(Lied der Cheyennen)
 
 
Solange Menschen nicht denken,
das Pferde fühlen,
müssen Pferde fühlen,
was Menschen denken!
(unbekannt)
 
 
Ehre und achte dein Pferde
Und behandle es wie deinen Bruder
Und es wird dich nicht enttäuschen
Denn es IST dein Bruder
(unbekannt)
 
 
Erinnerungen eines alten Pferdes
 
Als Fohlen mein Leben auf der Strasse begann
Meine Mutter zog den Wagen im Pferdegespann;
Sie zog ihn geduldig, bis ich ward geboren.
Sie hätte als Pferd sonst die Ehre verloren.
Sie gebar mich ohne Hilfe am Straßenrand;
Dort war es, wo der Mann vom Wagen mich fand.
"Ein prächtiges Fohlen", so hört ich ihn sagen
Und als Antwort auf viele Kinderfragen:
"Es ist noch ganz klein und ruht sich noch aus.
Später darf es auf die Wiese hinaus."
Die Kinder, sie tollten, die Wangen so rot;
Sie schenkten mir Zucker, sie schenkten mir Brot.
Ich ward grad drei Jahre da sagte mein Herr:
"Ein Sattel für dich ist nun nicht mehr zu schwer."
Erst hatte ich Angst und sprang in die Höh;
Ich sträubte mich, Sattel und Gurt taten weh.
Es nützte mir nichts, nur ein Peitschenhieb
Ist's was mir davon in Erinnerung blieb.
Der in meiner Ausbildung folgende Schritt
war, wie man als Pferd einen Wagen brav zieht.
Ich lernte zu gehen in Zaumzeug und Zügel
Weit über des Landes grün leuchtende Hügel.
Geschickt wich ich Hunden und Fuhrwerken aus
Und zog hinter mir her das Planwagenhaus.
Als das alte Pferd starb, seinen Platz ich bekam.
Einen Platz auch im Herzen meines Herrn ich einnahm.
Man wollte mich kaufen, man bot ihm viel Geld,
Doch für ihn war es klar, dass er mich behält.
Nun sind wir alt; er geht neben mir her.
Familie und Freunde heut leben nicht mehr.
Ich brauche jetzt öfter als früher eine Rast.
Der uralte Wagen nun wird mir zur Last.
Die Muskeln sind schwach, und schwer ist mein Gang,
So schleppe ich mich die Strasse entlang.
Ich weiss was die Zukunft für mich hält bereit;
Auch weiss ich: Was kommt, für uns alle bringt Leid.
Eines Morgens kommt mein Herr, und ich rühr mich nicht mehr.
Er fängt an zu weinen, das Herz wird ihm schwer.
Er legt sich in's Bett und steht nimmer auf;
Es neigt sich zu Ende auch sein Lebenslauf.
Wir schicken uns drein, und sind zufrieden.
Nach dem schweren Leben, das wir hatten hienieden.
(geschrieben von Julia Gentle
 
 
Auch ein Pferd hat ein Recht
 
Wo wäre der Mensch denn geblieben,
hätte er nicht zum Freunde das Pferd.
Es hilft dir schon tausende Jahre,
kennst du überhaupt seinen Wert?
 
Es trug dich geduldig durch Berge,
zog den Wagen und pflügte das Tal,
im Krieg half es mutig dir siegen,
wie oft litt es Schmerzen und Qual.
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und auf Ruhe wie du,
drum dank ihm die Treue,
laß ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
denn sie stehen ihm zu.
 
Noch heute geht dir über alles,
dein Pferd, wenn es nur immer siegt.
es hilft dir, Stress zu vergessen,
beim Reiten, wenn die Mähne fliegt.
 
Doch wehe, wenn krank es geworden,
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
dann wird es verkauft und verlassen,
das Pferd, das er Freund so oft nennt.
 
Dann steht es zusammengetrieben,
verlassen in Markthalle 8,
sucht vergebens ein neues Zuhause,
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
 
Mit Angst in den so treuen Augen,
beim letzten Weg voller Qual,
blickt suchend nach dir in die Runde
und wiehert dir ein letztes Mal.
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und auf Ruhe wie du,
drum dank ihm die Treue,
laß ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
den sie stehen ihm zu.
(geschrieben von Fred Rai)
 
 
Ein Pferd im Stalle, ein zweites dazu,
sie lernten sich kennen wie ich und du
(unbekannt)
 
 
Mein stark verwaschnes Sommerkleid
war längst zum sterben schon bereit
doch war die Passform so bequem,
zudem fand ich`s noch immer schön
 
Sodass ich`s stets von neuem wusch
es trocknen ließ beim Hollerbusch
um es dann wiederum anzuziehn;
so zog auch dieser Sommer hin.
 
Nun aber Schluss und weg den Fetzten!
mich packte Reue und Entsetzten
noch einmal nehm`s den gleiche Lauf:
ich wusch`s und hing`s zum Trocknen auf
 
und dachte mir: im nächsten Jahr
sind wir erneut ein einig Paar.
die Leine war zu nah beim Zaun
mein Pferd konnt grad herüberschaun
 
indes ich mich zum Haus hinwandte,
den Diebstahl nur zu spät erkannte
sah ich den übermütgen Gaul
mit letzten -kleiderrest im Maul
was ich nicht über`s Herz gebracht
hat mühelos der Gaul gemacht!
(Alice Breckling-de Bene)
 
 
Alles Glück der Erde
liegt auf dem Rücken der Pferde
Alles Glück der Pferde?
In Freiheit leben auf der Erde
(unbekannt) eingesandt von Karin Wittek
 
 
Wenn ihr's nicht fühlt,
ihr werdet's nicht erjagen
(Goethe)
 
 
Das lachende Wissen,
dass Gott uns liebt,
solang es auf Erden die
Pferde gibt!
(unbekannt)
 
 
Die ganze Welt war mein
bis zu dem Tag
da er den Kopf hob und rief-
aber nicht mich.
Die Antwort,
die er erwartete,
hätte nur
ein Wiehern sein können
(Robert Vavra)
 
 
Einhorngesang
Vernimmst du den silbrig glockigen Klang?
Die Schönheit von magischem Einhorngesang?
Erzählend von göttlicher Liebe und Glück?
Oh, elender Mensch, warum hörst du ihn nicht?
Dein Herz viel zu kalt,
in ihm sitzt Gewalt!
Vom Hasse verdorben,
die Liebe gestorben!
Die Seele verletzt,
in Ängste versetzt.
Der Hass sie entstellte,
die Liebe zerschellte!
Die Liebenden Wesen von göttlichen Stamm,
die irdenen Menschen in fesselndem Bann
ertrinken in wärmendem, liebenden Licht!
Oh, törichter Mensch, warum erkennst du nicht?
(Pascale Eigensatz)
 
 
Auch ein Pferd hat ein Recht
 
Wo wäre der Mensch denn geblieben,
hätte er nicht zum Freunde das Pferd.
Es hilft dir schon tausende Jahre,
kennst du überhaupt seinen Wert?
 
Es trug dich geduldig durch Berge,
zog den wagen und pflügte das Tal,
im Krieg half es mutig dir siegen,
wie oft litt es Schmerzen und Qual.
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und auf Ruhe wie du,
drum dank ihm die Treue,
laß ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
denn sie stehen ihm zu.
 
Noch heute geht dir über alles,
dein Pferd, wenn es nur immer siegt.
es hilft dir, Stress zu vergessen,
beim Reiten, wenn die Mähne fliegt.
 
Doch wehe, wenn krank es geworden,
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
dann wird es verkauft und verlassen,
das Pferd, das er Freund so oft nennt.
 
Dann steht es zusammengetrieben,
verlassen in Markthalle 8,
sucht vergebens ein neues Zuhause,
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
 
Mit Angst in den so treuen Augen,
beim letzten Weg voller Qual,
blickt suchend nach dir in die Runde
und wiehert dir ein letztes Mal.
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und auf Ruhe wie du,
drum dank ihm die Treue,
laß ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
den sie stehen ihm zu.
(Fred Rai)
 
 
Das größte Glück der Erde,
liegt auf dem Rücken der Pferde.
Das größte Glück der Pferde?
In Freiheit leben auf der Erde
(unbekannt)
 
 
Der Ausritt
 
Stampfende Hufe und fliegende Mähne,
Nüstern schnaufen voller Wildheit,
das heißt für uns vie die Freiheit!
 
Über die Aue jagen wir dahin, im Galopp, mit voller Kraft!
Wer es wohl am schnellsten schafft?
 
Mein Pferd spannt die Muskeln an,
wie es galoppieren kann!
Rennt nach vorn, schnell wie der Sturm,
die Geschwindigkeit enorm!
Auch die anderen beiden jagen
neben uns her, gibt`s da noch Fragen?
Und am Ende macht`s uns allen Spaß,
ohne Stress, den man vergaß.
 
In den Sonnenuntergang
reiten wir den Feldweg lang.
Und wir vier fühlen uns frei,
schwitzen, schnaufen, lachen dabei!
Wär doch jeder Tag so schön,
dürft er nie zu Ende gehn!
(unbekannt)
 
 
Frag mich nach der Poesie in der Bewegung, Schönheit, Intelligenz und Kraft!
Und ich zeige dir ein Pferd.
(unbekannt)
 
 
Fohlenzeit...
 
Fangen, spielen, tollen, necken,
rennen und lustige Sachen entdecken.
 
Zweige, Wurzeln, Gras beknabbern,
Schmatz - schmeckt Mamas Milch so lecker.
 
Im Galopp schnell hinterher
fällt dem Fohlen gar nicht schwer.
(unbekannt)
 
 
... die Kindheit der Pferde
 
Die Sonne sinkt,
die Augen werden müde.
 
Im weichen Gras sanft träumen,
unter schattigen Bäumen
an Mamas Bauch gekuschelt
in der Nacht hinein schlummern.
 
Ach, schöne Fohlenzeit
würdest du niemals enden.
(unbekannt)
 
 
Einhorngesang
 
Vernimmst du den silbrig glockigen Klang?
Die Schönheit von magischem Einhorngesang?
Erzählend von göttlicher Liebe und Glück?
O elender Mensch, warum hörst du ihn nicht?
 
Dein Herz viel zu kalt,
in ihm sitzt Gewalt!
Vom Hasse verdorben,
die Liebe gestorben!
Dei Seelen verletzt,
in Ängste versetzt.
Der Hasse sie entstellte,
die Liebe zerschellte!
 
Die liebenden Wesen von göttlichem Stamm,
die irdenen Menschen in fesseldem Band
ertrinken im wärmenden, liebenden Licht!
O törichter Mensch, warum erkennst Du nicht?
(unbekannt)
 
 
Als Gott das Pferd schaffen wollte,
sagte er zum Südwind:
Ich will ein Geschöpf aus dir
hervorgehen lassen, verdichte dich!
(unbekannt)
 
 
Sprich zum Pferd,
plausche mit ihm
wie mit einem kleinen Kinde,
dann wird dich das Pferd verstehen,
denn du wirst darauf achten,
daß deine Gebärden
verständlich seien.
(unbekannt)
 
 
Jetzt rennt´s dahin,
jetzt wurtzelt´s an der Erde,
rührt sich eine Feder,
seht ihr´s pfeilschnell jagen,
wohl wettet´s mit dem Wind,
wer Sieger werde!
Ha, ob es läuft, ob fliegt,
wer kann das sagen?
Hört ihr durch Mähn´ und Schweif
des Sturmes Lieder?
Wie wogt das Haar -
als wär´ es ein Gefieder!
(unbekannt)
 
 
Wer reitet, um sich fortzubewegen,
wer reitet, um sich körperliche Bewegung zu machen,
wer reitet, um einen Sport zu treiben -
und es könnte auch ein anderer sein -
weiß nichts von der Gewalt der Gänge,
weiß nicht von ihrer Magie,
weiß nichts von ihrem Geheimnis.
(unbekannt)
 
 
 
Die Pferde die in den Bergen sind
schöner als die anderen,
weil sie eine Luft atmen,
die durch keine andere Lunge gegangen ist.
(unbekannt)
 
 
Ein aus dem Garten gepflückter Zypressenzweig
und ein thessalisches Pferd
sind die herrlichsten Dinge der Welt !
(unbekannt)
 
 
Denn wie ein Haus wertlos... ist,
wenn... die oberen Teile... nicht
auf einem festen Baugrund stehen,
so ist auch ein Kriegspferd zu nichts nütze,
wenn sonst alles an ihm...
wohlgestaltet ist,
die Füße dagegen schwach und hässlich.
(unbekannt)
 
 
Ein Pferd, das gute Wartung,
auch anfänglich nicht zu früh geritten
wurde ist, das wehret und lebet
lange, wie wohl sie vor Jahren noch
länger gelebt und gewehrt als sie zu
unseren jetzigen Zeiten nicht tun.
(unbekannt)
 
 
All ihr Gewand war von
rotem Golde, geziert ihr
Reitzeug war. Die Rosse
gingen in Ordnung in des
Herren Siegfrieds Schar.
Goldrote Zäume hielt ihre Hand;
mit seidenem Brustriemen
kamen sie ins Land.
(unbekannt)
 
 
Laß uns die Anmut des jungen
Pferdes nicht verdrießen, denn sie ist
wie der Blütenstaub, der - einmal
zerstört - niemals wiederkehrt.
(unbekannt)
 
 
Auf dem guten Pferdes Rücken,
und in dem Jagen hinter den Hunden,
bekämpft man des Lebens Tücken,
und hat sich selbst auch bald gefunden.
(unbekannt)
 
 
... siehe edle Fohlen und
Jährlinge frei auf der Koppel.
Wohl hängen sie im Getrappel
der Herde achtlos und lässig im
Wind. Wenn sie aber das
Selbstbewußtsein ergreift,
wenn sie sich brüsten und zeigen,
schweben sie in erhobenen
Tritten daher.
(unbekannt)
 
 
 
 
Dulde keinen unfreundliche Behandlung
des Pferdes von Seiten anderer, am wenigsten
von seinem Wärter!
(unbekannt)
 
 
Der Beruf des Kutschers
und des Pferdepflegers ist
von allen Angestelltenberufen
der verantwortungsvollste
und schönste. Kutscher und
Pferdepfleger stehen nur
allzu oft an der Stelle ihres
Herren, sollen ihren Herren
vertreten und in seinem
Sinne tätig sein.
(unbekannt)
 
 
Leicht kann der Hirt´ eine ganze
Herde vor sich hertreiben, der Stier
zieht seinen Pflug ohne Widerstand;
aber dem edlen Pferde, das du reiten
willst, mußt du seine Gedanken
ablernen: Du mußt nichts Unkluges,
nicht unklug von ihm verlangen.
(unbekannt)
 
 
Ein Tänzer, der mit
Peitsche und Stachel
zum umherspringen
gezwungen wird, ist
auch nicht schöner als
ein Pferd, das
gleichermaßen
behandelt wird.
(unbekannt)
 
 
Es gibt wenige Menschen,
die keine Liebe zu Pferden
haben, diese Neigung scheint
dich auf Erkenntlichkeit
zu gründen, die wir einem
Tier, das uns so mannigfaltige
Dienste leistet, schuldig sind.
(unbekannt)
 
 
Götter und Helden stellt man auf
wohl ausgebildeten Rossen dar.
Weil eigentlich die Pferde die Helden,
und Götter sind.
(unbekannt)
 
 
Als Gott das Pferd schuf,
sprach er zu dem herrlichen Geschöpf:
Ich habe dich einzig gemacht.
Zwischen deinen Augen liegen
alle Schätze der Erde.
Mit deinen Hufen
wirst du meine Feinde schlagen
und auf deinem Rücken
meine Freunde tragen.
(unbekannt)
 
 
Sie begruben ihren Herrscher;
und neben ihm begruben sie
sein Schlachtroß.
Weil es der Freund und Begleiter,
des Herrschers war.
(unbekannt)
 
 
Es gibt keine Antwort,
es gibt keinen Grund.
Sie taten es,
und sie starben -
ins Todestal
ritten die Sechshundert...
(unbekannt)
 
 
HAFLINGER
für Nepomuk
 
Fuchsig Fell mit weißer Mähne
Und ein treuer, kühner Blick
Zwischen den Ohren eine Strähne
Die im Winde fliegt zurück
 
Schnellkraft wie von einer Feder
Doch von Adel, Majestät
Hufe, Sehnen zäh wie Leder
Und ein Schweif der dazu weht
 
Weiter Gang, im Trab gar schwebend
Doch mit Eleganz geziert
Wirkt fürs Reiterherz belebend
So daß die Sinne man verliert
 
Warum soviel Schönheit quälen
Mach zum Freunde sie halt Dir
Und es wird heraus sich schälen:
Es wird Dein Kamerad dies Tier
(unbekannt)
 
 
Ein Reiter ohne Pferd
ist nur ein Mensch,
ein Pferd aber ohne Reiter
bleibt ein Pferd!
(unbekannt)
 
 
Treue
Nach deinem Tod blickst du auf die Erde und siehst Spuren im Sand.
In schlimmen Zeiten siehst du zwei Spuren, dein treues Pferd lief neben dir her.
Doch in den schlimmsten Zeiten sieht man nur eine , da hat dich dein Pferd verlassen!
Wirklich? Nein. Die einzelne Spur sind Hufe hier hat dich dein Pferd getragen!
(unbekannt)
 
 
Die Ballade von Fury
 
Im Frühling in die Hügel ich ritt,
ich hatte nur ein Verlangen,
ein Ziel nur kannt` ich bei jedem Schritt,
den herrlichen Rapphengst zu fangen.
Fury - - - Fury!
Von Oregon bis zum Missouri
viel schöne Pferde zieh`n durch das Land,
doch der König von allen ist Fury!
 
Ich stieß auf die Mustangs und hielt wie im Bann,
den Rapphengst hatt´ ich gefunden.
Was ich sah, das sah noch kein Mann -
wie im Flug vergingen die Stunden.
Fury - - - Fury!
Von Oregon...
 
Mein Brauner scharrt` die Erd` mit dem Huf,
sein Wiehern war kaum zu hören.
Da tönt` schon des Rappen warnender Ruf:
"Wer wagt`s, unsere Ruhe zu stören!"
Fury - - - Fury!
Von Oregon...
 
Die Funken stoben, die Jagd begann,
ich holte den Rappen nicht ein.
Noch manchen Sieg er mir abgewann -
doch heute ist Fury mein.
Fury - - - Fury!
Von Oregon...
(Aus:FURY und die Mustangs,vonAlbert G. Miller)
 
 
Ein wildes Roß ist`s Leben,
Die Hufe Funken geben;
Wer´s ehrlich wagt, bezwingt es,
Und wo es tritt, da klingt es!
(Eichendorff (Aus:Die Stute Deflorata,von Arthur-Heinz Lehmann)) eingesandt von Stephanie Höke
 
 
Aus der Sonne, ihr leuchtenden Götter,
Habt ihr ein Roß gemacht!
(Dirghatamas (Aus:Der Hengst Maestoso Austria,von Arthur-Heinz Lehmann))
 
 
"So viel Freiheit erleben
und mit ihnen davon stürmen.
Ich würde alles geben,
ein Pferd zu sein."
(Graf von Odiel)
 
 
"Von einem weißen Hengst
träumte der Junge,
bis er ihn eines Tages
bei der Mähne packte."
(Antonio Machado)
 
 
Im vollem Galopp
stürzt eine
große Masse
solcher edlen Tiere heran.
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
 
Ein Pferd
galoppiert mit seiner Lunge,
hält durch mit seinem Herzen,
gewinnt mit seinem Charakter
(Frederico Tesio)
 
 
Ihre langen
Mähnen fielen wie
Perücken über ihre
haushohen Rücken.
Sie hatten mächtige,
gleichfalls mit
Fellbüscheln
bedeckte Hufe, die
beim Galopp wie
Federsträuße
schwankten.
(Pablo Neruda)
 
 
Die Wolken schienen Rosse mir,
Die eilends sich vermengten,
Des Himmels hallendes Revier
Im Donnerlauf durchsprengten.
 
Der Sturm, ein wackerer Rosseknecht,
Sein muntres Liedel singend,
Daß sich die Herde tummle recht,
Des Blitzes Geißel schwingend.
(Nikolaus Lenau)
 
 
Mein Pferd
ist der Delphin
der Prärie...
(Roy Campbell)
 
 
Die ganze Welt war mein
bis zu dem Tag,
da er den Kopf hob
und rief-
aber nicht mich.
Die Antwort, die er erwartete,
hätte nur
ein Wiehern sein können.
(Robert Vavra)
 
 
Kein Merkmal fehlt, und man
vermißt nichts weiter
Als auf dem stolzen Hengst den
stolzen Reiter.
(William Shakespeare)
 
 
Viel Zeit muß vergehn,
bis jemals wieder
Ein Andalusier, so kühn
und frei, geboren wird;
Ich besinge deine Schönheit
mit klagenden Worten
und gedenke des traurigen
Winds im Olivenhain.
(Frederico Garcia Lorca)
 
 
Sein Blick ist vom
vorübergehen
der Stäbe
so müde geworden,
dass er
nichts mehr hält.
 
Ihm ist es, als ob es
tausend Stäbe gäbe
und hinter
tausend Stäben
keine Welt.
 
Der weiche Gang
geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz um eine Mitte,
in der betäubt,
ein grosser Wille steht.
 
Nur manchmal
schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf,
dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille
und hört im Herzen auf zu sein.
("Der Panther" von Rainer-Maria Rilke)
 
 
Ich träume nicht, wenn ich von Pferden träume,
denn Pferde sind mir meine wahre Welt.
Mag sein, dass ich dabei ein anderes glück versäume,
doch wird mir jeder tag durch sie erhellt.
 
wenn sie im Glanz der sonne auf der Koppel spielen,
und wenn sie schlafend unter alten weiden stehn,
wenn sie Schweissüberglänzt und in den sielen
am Acker ihre ewiggleiche Runde drehn.
 
wenn sie mit aufmerksam gespitzten Ohren
den Reiter in die prunkenden Wälder tragen,
wenn sie - ganz an den wilden Schwung verloren -
hin über herbstliche Felder jagen.
 
Ihr anderen, ahnt ihr wirklich dieses glück,
das euch vermutlich so bescheiden scheint?
lasst führen euch in eine Welt zurück,
die mancher schon für überholt längst meint!
 
geht einmal noch mit mir durch warme Ställe
und über grüne Wiesen, geht mit mir dahin
und streichelt einmal noch die weichen Felle!
vielleicht entdeckt ihr, dass ich wirklich glücklich bin.
(Petra Teichert)
 
 
Wild wie die schäumende Gischt der Wellen
Wirbeln ihre schlanken Beine,
Der rauhe Nordwind
Spielt mit ihren Mähnen
Kreischende Möwen,
Unendliche Weite
Das träumende Auge
In die Ferne gerichtet -
So tölten sie,
Mit flatternden Mähnen
Und fliegenden Hufen
In ihrer leidenschaftlichen,
Wilden unbändigen,
Geballten Natur
 
 
 
Gott ruht
im Herzen der Steine
atmet mit den Bäumen
träumt mit den Pferden
und erwacht mit den Menschen
(Indisches Sprichwort)
 
 
Schöne Frauen Edle Pferde,
sie zu haben ist sehr teuer,
sollst du wählen zwischen beiden,
nimm die Pferde sie sind treuer...
(unbekannt)
 
 
Sprich zum Pferd,
plausche mit ihm wie
mit einem kleinen
Kinde, dann wird
Dich das Pferd
Verstehen, denn du
Wirst darauf achten,
dass deine Gebärden
verständlich seien.
(unbekannt)
 
 
Jetzt rennt's dahin,
jetzt wurzelt's an der Erde,
rührt sich eine Feder,
seht ihr's pfeilschnell jagen,
wohl wettet's mit dem Wind,
wer Sieger werde!
Ha, ob es läuft, on fliegt,
wer kann das sagen?
Hört ihr durch Mähn' und Schweif
des Sturmes Lieder?
wie wogt das Haar-
als wär's ein Gefieder!
(unbekannt)
 
 
Wer reitet, um sich fortzubewegen,
wer reitet um, sich körperliche Bewegung zu machen,
wer reitet, um eine Sport zu treiben
und es könnte auch ein anderer sein -
weiss nichts von der Gewalt der Gänge,
weiss nichts von ihrer Magie, weiss
nichts von ihrem Geheimnis.
(unbekannt)
 
 
Die Pferde in den Bergen sind
schöner als die anderen, weil sie
eine Luft atmen, die durch keine
anderen Lungen gegangen ist!
(unbekannt)
 
 
Der dunkelbraune Hengst war allein.
Er graste nicht, verharrte ganz still,
mit erhobenem Kopf und geblähten Nüstern.
Die Windböen peitschten seinen langen Schweif, doch das Pferd stand wie aus Erz gegossen.
Es kannte inzwischen den sintflutartigen Regen Connemaras und hatte gelernt, ihn nicht mehr zu fürchten,
obwohl er weit weniger dafür geschaffen war als die abgehärteten einheimischen Ponys.
Der Hengst wusste: Der Regen schmerzte nicht.
 
Aufmerksam zog der Hengst die Luft ein, ließ seine empfindlichen Ohren spielen.
Beim Brausen der Böen, die nun immer heftiger kamen, bebte sein Körper.
Doch es war nicht das Rauschen des Windes, dem er lauschte,
nicht der Geruch des nahenden Regens, den er in sich aufnahm,
nicht der Anblick der Wolkenwand über den westlichen Bergen, wonach er suchte.
Sein Blick ging in die andere Richtung.
 
Und er wartete
(unbekannt)
 
 
Gabst du dem Ross die Heldenstärke,
kleidest du mit meiner Mähne seinen Hals?
Lässt du wie Heuschrecken es springen?
Furchtbar ist sein stolzes Wiehern.
Es scharrt im Tal und freut sich...
Es spottet der Furcht und kennt keine Angst.
(unbekannt)
 
 
Gebet eines Pferdes:
 
Bitte sei gut zu mir,
und ich werde dir noch freudiger dienen
und dich gerne haben
 
Reiß nicht an den Zügeln,
greif nicht zur Peitsche,
wenn es aufwärts geht.
Schlage und stoße mich nicht,
wenn ich dich missverstehe,
sondern gib mir Zeit, dich zu verstehen.
 
Halte mich nicht für ungehorsam,
wenn ich deinen Willen nicht erfülle.
Vielleicht sind Sattelzeug und Hufe
nicht in Ordnung!
(unbekannt)
 
 
* es Glückes *
 
still und voller leben einfach nehmen
fliegen schwirren um uns
die sonne wandert hinunter
 
stehen wir da alles vergessen
verschwimmt die Welt
 
meinen kopf an deinen gelehnt
nicht die gleiche Sprache
aber ein Moment
 
Für alle die das Gefühl kennen und lieben
(unbekannt)
 
 
Reitstunde
 
Oh, Hengst!
Renegat der Agonie
In Zaumzeug und Gedeck
 
Spring-ins-Feld,
Das Köpfchen reck
Den Lauf nimm auf.
 
Oh, Hengst!
Apparat der Kraft
und Saft zu Hauf.
 
Steig hoch
Empor zum Rausch
Und blau Gebausch.
((Uwe Baron von Sayn Wittgenstein Sayn Rhetty; 1846-1923))
 
 
*** Tödliches Vertrauen ***
 
Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen an ihrer Seite.
Zuerst beunruhigten sie die Schritte im Gras,
Annspannung aller Muskeln, die sie am Körper besaß.
Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis zum Schluss stehen
und sah die Mähnen der angstvoll galoppierenden Pferde wehen.
Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen im letzten Licht,
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den Menschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüßte sie den Unbekannten,
sich nicht bewusst, dass die anderen Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von ihm überraschen.
Leuchten der Klinge im Mondlicht-
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.
Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.
Die Sonne geht strahlend auf am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat zu verstehen mag.
Stumm steht die Herde bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie eine Träne vergossen.
Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue.
 
 
 
So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere
fühlen, dass Menschen nicht denken können!
 
 
 
Abendgebet eines Schulpferdes
 
Vergangen ist des Tages Last,
sie schien mir heut' unendlich fast.
Soeben ging die Stalltür zu,
Sankt Georg, schenk mir gute Ruh'.
 
Vergib dem Meier, der mich heute
mal wieder kräftig bläute:
Als ich nicht wusste, was er wollte,
und dann nicht tat, was ich wohl sollte.
 
Vergib mir, dass zu guter Letzt,
ich ihn einfach abgesetzt.
Und lass ihn künftig lieber fort,
bekehre ihn zum Autosport.
 
Ich bitt' dich, denn mein Kreuz ist schlapp,
nimm Müller ein paar Kilo ab.
Schenk ihm Sitz, Schenkel und Verstand
und eine nicht so harte Hand.
 
Lass meine Reiter sich befleißen,
mich nicht mehr so im Maul zu reißen.
Gib, dass sie mich mit scharfen Sporen
nicht mehr in die Flanke bohren.
 
Ich danke dir, dass dann und wann,
mich jemand reitet, der es kann.
Und dass du mir dann gönnst im Trabe,
zu zeigen was ich in mir habe.
 
Gib mir auch morgen Eleganz,
bewahre meines Felles Glanz.
Und lass mir täglich Hafer geben,
behüte mir mein Pferdeleben.
 
 
 
Himmel,
was soll mir dein Sonnenwagen,
solange mich noch heißblütige Pferde
über die ewige Erde tragen!
(unbekannt)
 
 
Ein guter Trainer kann hören
was ein Pferd zu ihm sagt.
Ein großer Trainer versteht
sogar dessen Flüstern.
Ein hervorragender Trainer ist
nicht der, der ein Pferd dazu
erzieht, eine gute Leistung zu
erbringen, sondern jener, der ein
Pferd dazu bewegt, dies zu wollen.
(Monty Roberts)
 
 
.... das Pferd ist ein Spiegelbild der Seele!
(unbekannt)
 
 
Reitlehrer sagen einem immer,
was man mit seinem Pferd hätte
tun können, wenn man bereits
etwas anderes getan hat!
(unbekannt)
 
 
Der Herr hat das Pferd zum
Gesellen des Windes gemacht
Und zum Gefährten des Sturmes...
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
 
Wer gut mit Pferden umgehen kann,
der hört sie sprechen.
Wer sehr gut mit Pferden umgehen kann,
der hört sie flüstern.
Aber wer nicht mit Pferden umgehen kann,
der hört sie nicht einmal schreien.
(unbekannt)
 
 
Es gibt keine größeren Naschkatzen als gesunde Pferde!
(unbekannt)
 
 
So viel Freiheit erleben und mit ihnen davon stürmen.
Ich würde alles geben um ein Pferd zu sein.
(Graf von Odiel)
 
 
 
Mein Pferd ist der Delphin der Prärie...
(Roy Campell)
 
 
Kein Merkmal fehlt und man vermisst nichts weiter,
als auf dem stolzen Hengst den stolzen Reiter.
(William Shakespeare)
 
 
Viel Zeit muss vergehen bis jemals wieder ein Andalusier,
so kühn und frei, geboren wird; Ich besiege deine Schönheit
mit klagenden Worten und gedenke des traurigen Winds im Olivenhain.
(Frederico Garcia Lorca)
 
 
Ein Pferd stolzierte von der Weide....
Garagen haben häufig Gruben, die Löcher sind meist abgedeckt.
Von Unbefugten würd' sonst gerne Untugendhaftes ausgeheckt.
Ein Pferd stolzierte von der Weide (um sich von der Enge zu befrei'n)
in die Garage und fiel plötzlich (man weiß nicht wie) ins Loch hinein.
Da war guter Rat sehr teuer. Denn Pferde sind, gewichtsbeseh'n,
durchaus 'ne Art von Ungeheuer.
Probiert's mal mit den eingenen Zeh'n!
Nun, wie gesagt, ding-dong, ratz-fatze, versank das Pferd.
Und ei der Daus, war Panik angesagt am Platze:
Wie kriegen wir das Pferd hier raus?
Na klar: Mit Sand in großen Mengen! Das Pferd tritt drauf und
steigt und steigt. Man muss nur viel zusammen mengen, dann
ist der Aufstieg plötzlich leicht.
Und so wie Phönix aus der Asche stieg dieses Pferd ans Tageslicht.
Die Sache ist gut ausgegangen.
Mit Happy-End! Mehr geht ja nicht....
(Henning Jens Weinfelder)
 
 
Es ist noch kein Reiter vom Himmel gefallen,
meistens fällt er vom Pferd.
(Martin Schuster)
 
 
Reiten ist kein Handwerk,
sondern eine Kunst.
(Rudolf Binding)
 
 
 
Ein guter Meister weiß sich überflüssig zu machen.
(R. Bacharach, Reponses equestres)
 
 
Früher hatte ich Zeit und Geld ,
heute habe Pferde !
(unbekannt)
 
 
Gib einem Pferd das was es braucht und es wird dir sein Herz schenken!
(geschrieben von Carol-Anne Graubner)
 
 
Das Gebet eines Pferdes:
Bitte sei gut zu mir,
und ich werde dir freudig dienen und dich gerne haben.
reiß nicht an den Zügeln,
greif nicht zur Peitsche
schlage und stoße mich nicht
sondern gib mir Zeit zu verstehen und zu lernen.
halt mich nicht für ungehorsam
wenn ich deinen Willen nicht befolge
vielleicht ist etwas nicht in Ordnung.
(unbekannt)
 
 
Ritt am morgen
stolz ritt ich meinen Weg
über Kirschblüten
an einer schönen Kutsche vorbei.
da hob sich der Vorhang
von zarter Hand bewegt
und ein Lächeln
wies mir meinen Weg.
(unbekannt)
 
 
Das Pferd ist ein Geschenk Gottes an die Menschheit.
(unbekannt)
 
 
Ein gutes Pferd kennt seinen Reiter.
(unbekannt)
 
 
Ein Pferd ist mehr wert als Reichtümer.
(unbekannt
 
 
In der Seele des Pferdes findest du Saiten, die lange in dir nachklingen.
(unbekannt)
 
 
 
 
Wer behauptet,
 
Tiere haben keine Seele,
 
hat noch nie in die Augen eines Pferdes gesehen!
 
 
 
 
 
Kamerad Pferd
 
Pferde war´n zu allen Zeiten
stets dem Menschen treu ergeben,
standen hilfreich ihm zur Seite,
oft ein ganzes Pferdeleben.
Makellos und ohne Tadel,
viel gepriesen ihre Stärke.
Voller Anmut,Stolz und Adel,
züchterische Meisterwerke.
Manchen dieser edlen Tiere
ward ein Denkmal auferstellt,
und fast auf der ganzen Erde
hat man laut von ihm erzählt.
Doch wer denkt an alle diese,
die imRampenlicht nicht stehen.
Die noch keine grüne Wiese,
keinen hellen Stall gesehen.
Wer denkt an die Grubenpferde,
die in immer dunkler Nacht,
tief dort unten in der Erde,
all ihr Leben zugebracht?
Und das unbekannte Pferd,
dass im Krieg Dein treuer Freund gewesen,
dass die Kugel von Dir abgewehrt,
sag,wo kann ich seinen Namen lesen?
Und das Pferd dort im Waggon
wartet auf den nahen Tod.
Warum in besten Jahren schon,
wer gab ihm kein Gnadenbrot?
Es hat sein bestes stets gegeben,
nun ist´s gebunden und gefangen.
Und muss so früh in seinem Leben
dafür den bitteren Lohn empfangen.
Ich kauft es gerne,wär ich reich,
sein Blick stellt mir so viele Fragen.
Doch kann ich traurig und beschämt zugleich,
nur leise DANKE zu ihm sagen.
 
 
AUCH EIN PFERD HAT EIN RECHT
 
 
 
 
 
 
 
 
Hufspuren
 
Wenn ich Hufspuren im Sand sehe,
fühle ich seinen leichten Atem auf meiner Hand.
Ich erinnere mich an sein sehnsüchtiges Wiehern,
dass von weit her durch die Nacht hallt.
Wenn er im stolzen Galopp über die Felder jagt,
seh' ich seine weiche und majestätische Bewegung.
Wenn ich seinen Geruch einatme und sein weiches Fell berühre,
bin ich zufrieden und fühle mich geborgen.
 
 
 
Doch wehe, wenn krank es geworden
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
dann wird es verkauft und verlassen,
das Pferd, das er Freund so oft nennt.
Dann steht es zusammengetrieben,
verlassen in Markthalle 8
sucht vergebens sein neues Zuhause
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
 
Mit Angst in den so treuen Augen,
beim letzten Weg voller Qual,
blickt suchend nach dir in der Runde
und wiehert dir zu ein letztes Mal...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Frage mich nach Poesie in der Bewegung
 
 
 
 
 
Der Mensch hat nicht das Recht,
über Tiere zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt,
die älter und vollständiger war als unsere jetzt,
ihre Erscheinung ist besser und vollständiger,
sie haben Eigenschaften,
die wir verloren oder nie erreicht haben...
Sie sind keine Untertanen;
sie gehören einer anderen Nation an -
und sind nur durch Zufall mit uns zugleich
ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und
Plage zugleich für die Erde sind.
(Henry Beston)
 
 
 
 
Nur ein Name
Im Wald, so blau und schwarz und weiß,
siehst du es weiden und es giert dich heiß -
trotz aller Nachteskälte - seine wilden Augenblitze, die dich lähmen,
seine rasche Mähne, seine Sprünge, sein Glitzern zu zähmen.
Nur dann kannst du es fangen,
wenn all dein Fürchten, all dein Bangen
du verwindest und voll Mut
hineinstürzt in der roten Nüstern Glut.
Durch den Regenbogen,
der sein Haar durchzogen,
greifst du eine feine Strähne
aus der silberweißen, rauhen Mähne.
Oh, du hast es! Voll Entzücken
schwingt dich Todesmut auf seinen Rücken.
Es flieht, doch kann es nicht entrinnen,
wird zur Ergebenheit sich bald besinnen.
Gefangen, gezähmt und doch nicht dein:
Besitz kann nicht ohne Name sein.
Doch es sträubt sich dein Herz zum zerreißen,
denn wie kann ein solches Wesen heißen?
Du rätselst und du sinnst,
doch wie du es beginnst,
kein Name paßt auf Freud und Leid,
keiner gleichermaßen auf Gunst und Neid.
Niemand kann Himmel und Erde beim selben Namen nennen,
niemand kann ein Wort für Feuer und Wasser kennen.
Nicht Dunkelheit und Licht
und auch des Waldes Lieder nicht,
lassen sich nennen in einem Wort.
Gefangen das Wesen, sein Name ist fort.
Und eine Träne rinnt zischend über die Feuernüster,
der Augensterne Funkeln wird düster.
Sein schriller Schrei verhallt im Wald
und der fahle Mondenschein wird kalt.
Das Wort, der Name, der Sinn?
Das Glück, das Glück ist schnell dahin!
Das Wesen muß laufen dürfen, flink und schnell,
laufen, die unendliche Freiheit im Fell.
Du warst von Gier zu besessen,
hast seinen wertvollen Namen vergessen!
Laß es durch Tauwiesen laufen,
das Glück kann man nicht kaufen!
Wie es springt, wie es lacht!
Freiheit ist es, die glücklich macht!
Und wie es in den roten Morgenhimmel tanzt, fällt es dir ein:
Nur Einhorn kann sein Name sein.
 
 
 
 
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pain hält ständig mich wach-
Was Du dann tun musst-tu es allein,
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
 
Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag-mehr als jemals geschehn-
Muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehn.
 
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.
 
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur-bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
 
Mit der Zeit-ich bin sicher-wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wiehern ein letztes Mal-
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
 
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
 
Du hast das Richtige getan.
 
 
 
 
 
Wüstenpferde
 
In der Ferne - eine Staubwolke
entferntes Donnern
einer riesigen Wand gleich nähert sich Wolke
 
Sie kommen auf dich zu
 
Bebende Erde
wie Trommelwirbel der sich nähert
Harte Hufe
aufgewirbelter Staub
Goldglänzende Pferdeleiber
Nüstern gebläht vor Aufregung
Kopf im Wind...
 
Zart und graziös
fast zerbrechlich
und doch - edel, schnell, mutig
 
Sie sehen dich an
 
Wie im Traum...
Ihr Anblick bereitet Freude
Sehnen und Muskeln
spielen unter der Haut
Jeder Schritt federt
berührt nie wirklich den Boden
man meint sie schweben...
 
Edel
voller Kraft und Eleganz
Du kannst ihnen nicht folgen
 
Sie fliegen an dir vorbei
 
Schweife und Mähnen
wehen im Wind
Das dunkle Auge
beobachtet dich
Klugheit spiegelt sich in ihnen
Glanz des Fells von Staub umgeben
Wie im Traum...
 
Nase fein gebogen
Hals leicht gewölbt
Donnern der Hufe noch in deinen Ohren
 
Du erwachst
 
 
 
 
 
 
 
 
Tödliches Vertrauen
 
Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen
ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen
an ihrer Seite.
Zuerst beunruhigten sie
die Schritte im Gras,
Anspannung aller Muskeln,
die sie am Körper besaß.
Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der
ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis
zum Schluß stehen
und sah die Mähnen der angstvoll
galoppierenden Pferde wehen.
Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf
wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen
im letzten Licht
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den
Menschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüßt sie
den Unbekannten,
sich nicht bewußt, dass die anderen
Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel
in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von
ihm überraschen.
Leuchten der Klinge im Mondlicht -
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.
Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung
für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.
Die Sonne geht strahlend auf
am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat
zu verstehen mag.
Stumm steht die Herde
bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie
eine Träne vergossen.
Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue.
 
 
 
 
Mein Pony kommt
aus Island her,
aus dem rauhen Land
weit über dem Meer.
 
Wo der Schneesturm heult
den ganzen Tag.
Und in der Nacht
die Kälte kracht.
 
Mein Pony ist
mein Kuscheltier,
ich hab es lieb,
es gehört zu mir.
 
Die Gangart Tölt
ist wunderschoen,
und außerdem
noch sehr bequem.
 
Wir reiten durch
den tiefen Wald,
ob im Sommer warm,
ob im Winter kalt.
 
Wir machen Rast
am Waldesrand,
mein Pony liegt
im warmen Sand.
 
(Reiterlied)
 
 
 
 
 
 
Pferdehufe höre ich über die Felder trappeln.
Ein Grund, sich aufzurappeln,
selber in den Sattel zu sitzen
und in den Sonnenuntergang zu flitzen!
 
 
 
 
Lockende Rufe,
donnernde Hufe,
Schimmerndes Fell,
Gewieher so hell.
Nüstern gebläht,
eine Mähne, die weht.
Schnell ohne Flügel,
willig am Zügel.
Edel wie Geschmeide,
weich wie Seide.
Streichelnde Hände,
Glück ohne Ende.
 
 
 
 
Wenn der Wind weht
und sich nach Norden dreht,
dann streicht er durch die Mähne des Pferdes
und dann werde es
wunderschön sein,
so klar und rein,
so schwarz wie die Nacht.
Und wenn alles schläft es zum neuem Leben erwacht.
denn der Wind wird alle Spuren verwehen.
 
 
 
 
An mein Pony!
 
Oft denk' ich an die Zeit zurück,
als du noch bei mir warst.
Es war das allerhöchste Glück,
ich pflegte dich so gut ich konnte!
Ich hatte dich so teuflisch lieb,
du warst mein liebster Schatz.
 
Doch nun bist du fort von mir,
das hab ich nicht geträumt.
Ich weinte lange, war allein,
ich wünschte du wärst hier bei mir,
du wunderschönes Tier!
Auch heut denk ich noch oft an dich,
an deinen wachen Blick.
Dein weiches Fell glänzte nur für mich,
doch du kommst nie mehr zurück.
 
 
 
 
Pferde:
Einem jeden, der sie reitet,
naht sein Glücksstern sich im Raum.
Leid verweht, das Leben gleitet
leicht dahin - ein schöner Traum.
 
(Páll Ólafsson)
 
 
 
 
Der Mensch hat nicht das Recht,
über Tiere zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt,
die älter und vollständiger war als unsere jetzt,
ihre Erscheinung ist besser und vollständiger,
sie haben Eigenschaften,
die wir verloren oder nie erreicht haben...
Sie sind keine Untertanen,
sie gehören einer anderen Nation an -
und sind nur durch Zufall mit uns zugleich
ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und
Plage zugleich für die Erde sind.
 
(Henry Beston)
 
 
 
 
Tal der Pferde
bis zum Horizont weit:
Die Hufe meines weißen Pferdes
hinterlassen keine Spuren,
aber sein Wiehern klingt hell
unter ziehenden Wolken.
 
Lied der Cheyenne
 
 
 
 
Ich habe ein wunderbares Pferd,
es hat die Leichtigkeit des Windes
und des Feuers Hitze,
aber wenn sein Reiter es besteigt,
ist sein Sanftmut nichts als die Ruhe
vor dem Ausbruch des Sturmes.
 
William Shakespeare
 
 
 
 
Wenn ich ein Pferd hätte,
würde ich in den Sonnenuntergang reiten,
wo Träume und Schatten liegen.
Zu einem Leben, wo Sorge und Schmerz
nicht existieren und wo Hoffnung und Träume
Wirklichkeit werden.
 
unbekannt
 
 
 
 
 
Wenn du fliegen möchtest, wird es fliegen,
kaum dass die Hufe die Erde zu berühren scheinen,
ein schwebendes Gebilde aus lebendigem Stahl
scheint dich zu tragen.
 
Rudolf G. Binding
 
 
 
Ein Pferd ohne Reiter ist immer ein Pferd.
Ein Reiter ohne Pferd nur ein Mensch.
 
Stanislaw Jerzy Lec
 
 
 
Ein Pferd galoppiert mit seiner Lunge,
hält durch mit seinem Herzen,
gewinnt mit seinem Charakter.
 
Frederico Tesio
 
 
 
Das Pferd:
Anmut und Stärke gepaart mit Magie.
 
unbekannt
 
 
 
Und in der Tat,
ein Pferd, das sich stolz trägt,
ist etwas so Schönes, Bewunderns- und Staunenswürdiges,
dass es alle Zuschauer Augen auf sich zieht.
Keiner wird müde, es anzuschauen,
solange es sich in seiner Pracht zeigt.
 
Xenophon
 
 
 
Der Mensch als König des Weltalls glaubt,
das Pferd sei für ihn geschaffen worden.
Aber das Pferd könnte manchen Einwand
dagegen vorbringen.
 
unbekannt
 
 
 
Und als ich so ritt,
klang mein Herz in den rasengedämpften Schritt,
klang ins Schnauben und Trensenspiel meinem Schimmel,
und eine Seligkeit hat mein Herz erhellt,
und ich wusste:
Fiele ich jetzt aus der Welt -
ich fiele in den Himmel!
 
Freiherr Börries von Münchhausen
 
 
 
Die Erde wäre ein Nichts ohne den Menschen,
der Mensch aber wäre ein Nichts ohne das Pferd.
 
aus England
 
 
 
An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft,
sondern seinen Charakter.
 
Konfuzius
 
 
 
Frag mich nach der Poesie
in der Bewegung, Schönheit, Intelligenz und Kraft,
und ich zeige dir ein Pferd.
 
unbekannt
 
 
 
Galopp ist...
... eine Droge,
die dich in den siebten Himmel bringt...
Man schwebt über den warmen Sand,
frei,
glücklich,
sorglos.
 
unbekannt
 
 
 
Im wilden Galopp über den Strand,
du hörst nichts außer dem Rauschen des Meeres,
du siehst nichts außer der Unendlichkeit,
du spürst nichts außer der Magie des Moments.
Berühre den Wind und du weißt, was Freiheit bedeutet...
 
unbekannt
 
 
 
Als Gott das Pferd erschaffen hatte,
sprach er zu dem prächtigen Geschöpf:
Dich habe ich gemacht ohnegleichen.
Alle Schätze dieser Erde
liegen zwischen deinen Augen.
 
aus dem Koran
 
 
 
Reiten:
Das Zwiegespräch zweier Körper
und zweier Seelen, das dahin zielt,
den vollkommenen Einklang zwischen ihnen herzustellen.
 
Waldemar Seunig
 
 
 
 
 
 
Wenn der Mensch
je eine große Eroberung gemacht hat,
so ist es die, dass er sich das Pferd
zum Freunde gewonnen hat.
 
Comte de Buffon
 
 
 
Dass mir mein Pferd das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde.
Das Pferd blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
 
unbekannt
 
 
 
 
Reiten ist Wille ins Weite, ins Unendliche,
wenn deine Seele eins mit der Kraft deines Pferdes,
etwas anderes als die Unendlichkeit vor sich sieht,
so begreift sie die Fülle der Geheimnisse nicht.
 
Rudolf Binding
 
 
 
 
 
 
Und ich zeige dir ein Pferd!
Wo wäre der Mensch denn geblieben,
 
hätte er nicht zum Freunde das Pferd?
 
Es hilft dir schon tausende Jahre,
 
kennst du überhaupt seinen Wert?
 
Es trug dich geduldig durch Berge,
 
zog den Wagen und pflügte das Tal.
 
Im Krieg half es mutig dir siegen,
 
wie oft litt es Schmerzen und Qual!
 
Doch wehe, wenn es krank geworden,
 
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
 
dann wird es verkauft und verlassen,
 
das Pferd das er Freund so oft nennt!
 
Dann steht es Zusammengetrieben,
 
verlassen in Markthalle 8,
 
sucht vergebens ein neues Zuhause
 
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
 
Mit Angst in den so treuen Augen,
 
beim letzten Weg voller Qual,
 
blickt suchend nach dir in die Runde
 
und wiehert dir ein letztes Mal !!!
 
 
 
 
 
 
Wo wäre der Mensch den geblieben
hätte er nicht zum Freunde das Pferd
Es hilft dir schon tausend Jahre
kennst überhaupt seinen Wert?
 
Es trug dich geduldig durch Berge,
zog den Wagen und pflügte das Tal,
im Krieg half es mutig dir siegen,
wie oft litt es Schmerz und Qual?
 
Auch ein Pferd hat ein Recht,
wenn es müde ist,
auf Rast und Ruhe, wie du,
drum dank ihm die Treue
lass ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
denn sie stehen ihm zu.
 
 
Pferde war´n zu allen Zeiten
stets dem Menschen treu ergeben,
standen hilfreich ihm zur Seite
oft ein ganzes Pferdeleben.
 
Makellos und ohne Tadel
viel gepriesen ihre Stärke
voller Anmut Stolz und Adel
züchterische Meisterwerke.
 
Manchen dieser edlen Tiere
ward ein Denkmal auferstellt
und fast auf der ganzen Erde
hat man laut von ihm erzählt.
 
Doch wer denkt an alle diese,
die im Rampenlicht nicht stehen,
die noch keine grüne Wiese,
keinen hellen Stall gesehen.
 
Wer denkt an die Grubenpferde,
die in immer dunkler Nacht
tief dort unten in der Erde
all ihr Leben zugebracht?
 
Und das unbekannte Pferd,
daß im Krieg dein treuer Freund gewesen,
daß die Kugel von dier abgewehrt,
sag, wo kann ich seinen Naman lesen?
 
Und das Pferd dort im Waggon
wartet auf den nahen Tod.
Warum in besten Jahren schon,
wer gab ihm kein Gnadenbrot?
 
Es hat sein Bestes stets gegeben,
nun ist´s gebunden und gefangen
und muß so früh in seinem Leben
dafür den bitteren Lohn empfangen.
 
Ich kauft es gerne, wär ich reich,
sein Blick stellt mir so viele Fragen
doch kann ich traurig und beschämt zugleich
nur leise DANKE zu ihm sagen.
 
 
 
Zwei Pferdeaugen sehen Dich an, kannst Du denn nicht verstehen ?
Daß ich nicht zu Dir sprechen kann, Dir nur ins Auge sehen.
Möcht' Dir doch so viel erzählen, doch weil Verstand mir fehlt als Tier,
will es mir nicht gelingen
So sag ich Dir mit meinem Blick, was mir begegnet ist an Freud und Glück,
an Leid oder an Schmerzen.
Denn sind wir zwei auch Mensch und Tier,
doch eines verbindet, die Seele,
die bei Dir und mir, was wir empfinden verkündet.
 
 
 
Als der Erschaffende das Pferd erschaffen wollte, sagte er zum Winde:
"Von dir will ich ein Wesen gebaeren, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen.
Dieses Wesen soll geliebt sein von allen meinen Sklaven,
es soll aber gefuerchtet sein von allen, die meinen Geboten
zuwiderhandeln."
 
 
 
Und er schuf das Pferd und rief ihm zu:
"Dich habe ich erschaffen ohnegleichen.
Alle Schaetze der Erde ruhen zwischen deinen Augen.
Meine Feinde sollst du treten unter deine Hufe,
meine Freunde aber sollst du tragen auf deinem Rücken,
dieser soll zugleich Sitz sein, von dem Gebete zu mir aufsteigen.
Auf der ganzen Erde sollst du gluecklich sein und vorgezogen allen
Geschoepfen dieser Erde,
denn dir gehoert die Liebe des Herrn der Schoepfung.
DU SOLLST FLIEGEN OHNE FLUEGEL,
DU SOLLST SIEGEN OHNE SCHWERT."
 
 
 
(Mohammed)
 
 
 
 
 
 
 
 
Gebet eines Pferdes
Glaube nicht, ich bin Deine Eroberung,
ich bin Dein Gefährte.
Sprich zu mir,
ich kann Dich verstehen,
Führe mich,
ich weiß zu gehorchen,
Vertraue mir,
ich werde Dein Vertrauen nie missbrauchen.
Gib mir Lasten zu tragen,
ich bin stark,
Vertrau' mir Deine Kinder an,
ich bin sanft.
Mach mich nicht zu Deinem Sklaven,
sondern zu Deinem Freund,
Du wirst keinen besseren haben.
 
 
 
Pa-da-bam
 
-das ist ein Ausschnitt aus
einer Kette
von Dreitakten.
 
PA-DA-BAM
das ist ein Walzer,
bei dem der Akzent
auf der DREI liegt:
eins-zwei-DREI - eins-zwei-DREI
eins-zwei-DREI
 
PA-DA-BAM - PA-DA-BAM -
PA-DA-BAM
-das ist ein Rhytmus
und Melodie,
das ist Bewegung und
Freude und schwingendes,
schwungvolles Vorwärtsstreben
 
PA-DA-BAM
-das ist Wind im Gesicht
und Blick über
zwei gespitzte Pferdeohren
in die Welt
und darunter der rhytmische
Dreitakt des Hufschlags.
 
PA-DA-BAM
-das ist Glückseligkeit
und das Ziel
aller Wünsche
 
PA-DA-BAM - das ist Galopp!
 
 
 
Reiten ist Wille ins Weite
ins Unendliche
wenn deine Seele
eins mit der Kraft deines Pferdes
etwas anderes
als die Unendlichkeit vor sich sieht
so begreift sie die Fülle
der Geheimnisse nicht.
 
 
 
Zwei Pferdeaugen sehen Dich an, kannst Du denn nicht verstehen ?
Daß ich nicht zu Dir sprechen kann, Dir nur ins Auge sehen.
Möcht' Dir doch so viel erzählen, doch weil Verstand mir fehlt als Tier,
will es mir nicht gelingen
So sag ich Dir mit meinem Blick, was mir begegnet ist an Freud und Glück,
an Leid oder an Schmerzen.
Denn sind wir zwei auch Mensch und Tier,
doch eines verbindet, die Seele,
die bei Dir und mir, was wir empfinden verkündet.
 
 
 
Pferdeliebe
 
Tiere, so wunderschön wie diese,
findet man auf so mancher Wiese.
Zierlich und doch voller Energie
verlieren sie die Wildheit nie.
Weiche Nüstern, warmes Fell,
ihre Augen leuchten schwarz und hell.
Wenn du es nie mit Schlägen strafst,
und es immer bei dir hast,
in deinem Herzen wohlbewacht,
es dir sein Leben lang Freude macht.
Wenn du es auch niemals vergisst,
weist du, das es Pferdeliebe ist!
 
 
Der Hengst ist, wie man sehen kann,
ganz zweifellos der Pferdemann.
Die Stute ist nach Körperbau
und weil was fehlt, die Pferdefrau.
Der Wallach kommt als Hengst zur Welt.
Der Mensch hat aber festgestellt,
dass Hengste williger parieren,
wenn sie die Männlichkeit verlieren,
und auch in punkto Weibersachen
nicht immer wieder Wirbel machen.
Nimmt man an spezieller Stelle
dem Hengst die Lust- und Freudenquelle,
so sind ihm Stuten völlig Wurst,
weshalb er, mangels Liebeslust,
im Unterschied zum Menschenmann,
ohne Sünde leben kann!
 
 
 
Tödliches Vertrauen
 
Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen
ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen
an ihrer Seite.
Zuerst beunruhigten sie
die Schritte im Gras,
Anspannung aller Muskeln,
die sie am Körper besaß.
Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der
ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis
zum Schluss stehen
und sah die Mähnen der angstvoll
galoppierenden Pferde wehen.
Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf
wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen
im letzten Licht
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den
Menschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüßt sie
den Unbekannten,
sich nicht bewußt, dass die anderen
Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel
in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von
ihm überraschen.
Leuchten der Klinge im Mondlicht -
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.
Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung
für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.
Die Sonne geht strahlend auf
am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat
zu verstehen mag.
Stumm steht die Herde
bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie
eine Träne vergossen.
Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue
 
 
 
Mein Traum
 
Einen schnellen Vollblüter...
schön und stolz...
lieb und wild...
und das Bild verblasst.
 
Einen eleganten Hannoveraner...
biegsam und edel...
folgsam und lernbegierig...
und das Bild verblasst.
 
Ein weißes Springpferd...
frei und stallzugehörig...
schnell und gute Springanlagen...
und das Bild verblasst.
 
Ein starkes Wagenpferd...
stark und mächtig...
gehorsam und untergeordnet...
und das Bild verblasst.
 
Ein liebes Pferd...
treu und leistungbereit...
folgsam und lieb...
und das Bild verblasst.
 
 
 
Stampfende Hufe und fliegende Mähne,
Nüstern schnaufen voller Wildheit,
das heißt für uns soviel wie Freiheit!
 
über die Aue jagen wir dahin, im Galopp, mit voller Kraft!
Wer es wohl am schnellsten schafft?
 
Mein Pferd spannt die Muskeln an,
wie es galoppieren kann!
Rennt nach vorn, schnell wie der Sturm,
die Geschwindigkeit enorm!
Auch die anderen beiden jagen
neben uns her, gibt's da noch Fragen?
Und am Ende macht's uns allen Spaß,
ohne Stress, den man vergaß.
 
In den Sonnenuntergang
reiten wir den Feldweg lang.
Und wir fühlen uns so frei,
schwitzen, schnaufen, lachen dabei!
Wär doch jeder Tag so schön,
dürft er nie zu Ende gehen!
 
 
 
 
"Und als ich so ritt, klang mein Herz in den rasengedämpften Schritt,
klang ins Schnauben und Trensenspiel meinem Schimmel,
und eine Seligkeit hat mein Herz durchhellt, und ich wußte:
fiel ich jetzt aus der Welt - ich fiele in den Himmel!"
 
 
 
 
 
 
Der Mensch hat nicht das Recht,
über Tiere zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt,
die Älter und vollständiger war als unsere jetzt,
ihre Erscheinung ist besser und vollständiger,
sie haben Eigenschaften,
die wir verloren oder nie erreicht haben...
Sie sind keine Untertanen;
sie gehören einer anderen Nation an -
und sind nur durch Zufall mit uns zugleich
ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und
Plage zugleich für die Erde sind.
 
 
 
Bergauf schlag mich nicht,
bergab jag mich nicht,
in der Ebene schone mich nicht,
im Stall vergiß mich nicht.
 
 
 
Mein Freund an einem Sonntagmorgen
Tät sich ein hübsches Roßlein borgen
Mit frischem Hemd und frischem Mute,
in blanken Stiefeln, blankem Hute,
Die Haltung stramm und stramm die Hose,
Am Busen eine junge Rose
Wie ein Adonis anzusehen.
Die Reiter machen viel Vergnügen,
wenn sie ihr stolzes Roß bestiegen.
Nun kommt da unter sanftem Knarren
Ein milchbeladner Eselskarren.
Das Rößlein, welches sehr erschrocken,
fängt an zu trappeln und zu bocken.
Und, hopp, das war ein Satz, ein weiter!
Dort rennt das Roß, hier liegt der Reiter,
Entfernt von seinem hohen Sitze,
platt auf dem Bauche in der Pfütze.
Die Reiter machen viel Vergnügen,
Besonders, wenn sie drunten liegen.
 
 
 
 
 
 
 

 


Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!